Am Ball bleiben: 3 Prinzipien, die Dir helfen

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Wie gehst Du vor, wenn Du Dir ein neues Verhalten, eine neue Art der Ernährung oder regelmäßigen Sport angewöhnen willst?

Bestimmt kennst Du den Tipp, mindestens 21 Tage hintereinander am Ball zu bleiben.

Das soll auf magische Weise dazu führen, dass die Gewohnheit nach dieser Zeit zu einem Teil Deines Lebens geworden ist.

Das kann klappen.

Allerdings stehen die Chancen mindestens genauso hoch, dass es eben nicht klappt.

Wenn etwas schiefgeht, tritt Dein innerer Antreiber auf den Plan

Einer Deiner inneren Anteile, Dein innerer Antreiber, wird immer dann wach, wenn Du aus seiner Sicht etwas falsch machst.

Er gibt Dir einen gemeinen Gedanken ein:

Sobald Du an einem der 21 Tage von Deinem Plan abweichst, bist Du mit Deinem Vorhaben gescheitert.

Wie schade, dass er Dich dazu bringt, auf diese Weise gleich das Kind mit dem Bade auszuschütten!

Und gleichzeitig dafür sorgt, dass Du den Ball so weit ins Aus schießt, dass Du gar keine Lust mehr hast, ihn wieder aufs Spielfeld zu holen.

So einfach sein Anspruch „Ganz oder gar nicht“ auch ist, so wenig hilfreich ist er auch.

Ich möchte Dich dazu einladen, eine andere Herangehensweise auszuprobieren.

Sie besteht aus den drei Prinzipien „Aufhören, aufzuhören“, „Nur heute“ und „Beständigkeit statt Strenge“.

Fangen wir mit Prinzip 1 an:

1. Aufhören, aufzuhören

Wenn Du wieder einmal ein neues Projekt vorhast, entscheidest Du Dich jeden Tag neu.

Welche Dinge sind zu tun?

Welche Richtung willst Du einschlagen?

Was ist ein kleiner Schritt, eine kleine Aufgabe, die Du heute für Dein Projekt erledigen kannst?

Statt einem bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Plan zu folgen, suchst Du Dir intuitiv ein Puzzleteil aus, das Du bearbeiten möchtest.

Das kann so klein sein, dass nur Du es wahrnimmst.

Vielleicht triffst Du nur eine Entscheidung oder kaufst ein wenig Material ein.

Das Entscheidende ist, dass Du einen klitzekleinen Schritt machst.

Damit bringst Du Dein Projekt voran, auch wenn es von außen betrachtet nicht danach aussieht.

Es ist Dein Projekt und Du weißt, was Du heute leisten kannst und willst.

So kommst Du – zumindest gedanklich – einen Schritt weiter und hast Deine Arbeit am Projekt nicht unterbrochen.

Wenn Du das jeden Tag schaffst, hörst Du ganz von alleine damit auf, aufzuhören.

Du bleibst am Ball, auch wenn Dein Dribbeln minimal ausfällt.

Dieses Aufhören, aufzuhören wird Dir leicht und spielerisch vorkommen, denn einen mini Schritt kommst Du auf diese Weise immer voran.

2. Nur heute

Dieses Prinzip unterstützt Dich beim Aufhören, aufzuhören.

Du betrachtest nur den heutigen Tag und machst, was Du kannst.

Das Hier und Jetzt ist sowieso die einzige Zeit, die Du wirklich beeinflussen kannst, indem Du handelst.

Mit diesem Bewusstsein fällt Dir dieses Prinzip leicht und Du kannst ganz wunderbar üben, im Jetzt zu leben.

Nur heute machst Du Deine Zeichnung.

Nur heute ernährst Du Dich gesund.

Nur heute gehst Du Joggen.

Auch diese Herangehensweise wird Dich dabei unterstützen, eine neue Gewohnheit, neues Verhalten oder Ziele zu erreichen.

Nicht mit der Brechstange, sondern nur heute.

Dieses Prinzip kannst Du noch erweitern, wenn Du in Gedanken annimmst, dass es nur den heutigen Tag gibt.

Was würdest Du noch alles tun, wenn es nur heute gäbe?

3. Beständigkeit statt Strenge

Dein innerer Antreiber hat Dir vermutlich schon oft das Leben schwer gemacht.

Er hat Dich immer wieder dazu verleitet, Dich selbst fertigzumachen, wenn Du nicht dauerhaft am Ball geblieben bist.

Es kommt jedoch nicht darauf an, alles auf einmal und mit der Strenge eines militärischen Ausbilders zu schaffen.

Viel entscheidender ist, dass Du beständig dranbleibst und Freude dabei empfindest, Dein Projekt voranzubringen.

Es wird voraussichtlich eine Weile dauern, bis Dein innerer Antreiber dieses Prinzip verinnerlicht hat.

Wenn er allerdings merkt, dass Du so viel spielerischer und leichter Deine Ziele erreichst, wird auch er anfangen, umzudenken.

Mit den drei Prinzipien „Aufzuhören, aufzuhören“, „Nur heute“ und „Beständigkeit statt Strenge“, wirst Du hoffentlich gute Ergebnisse erzielen.

Und – was noch viel wichtiger ist – Dir die Freude am Tun erhalten.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Ausprobieren der drei Prinzipien!

Alles Liebe

Claudia

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