Befreunde Dich mit Deinen Launen

Launen

Welche Launen hattest Du heute schon?

Hattest Du heute schon gute Laune? Oder schlechte? Oder warst Du gelangweilter, überschwänglicher oder genervter Laune?

Die Chancen stehen gut, dass Du alle der aufgezählten Launenarten durchlebt hast und noch einige mehr.

Hast Du diese Launen bestellt? Gibt es eine bestimmte Tür, durch die sie hereinspazieren und Dich mit ihrer Anwesenheit beehren? Fragen sie, ob sie Dich gerade besuchen dürfen?

Vermutlich lautet die Antwort auf die letzten drei Fagen „Nein“.

Schön wäre es ja, wenn wir gute Laune bestellen könnten oder die schlechte vor die Tür weisen.

Gute Laune kaufen?

Obwohl uns genau das mit Werbung verkauft werden soll:

Kauf Dir Drink X und Deine Laune steigt ins Unermessliche! Willst Du Deinem Feind die Laune verderben, übertrumpfe ihn mit Deinem neuesten Auto, das natürlich viel moderner und schneller ist als seins.

Dass Werbung so gut funktioniert, liegt einfach daran, dass wir gerne glauben möchten, dass wir uns durch Dinge oder Erfahrungen gute Laune kaufen können.

Dann kommt das neue Smartphone an und Du bist trotzdem schlecht gelaunt, weil die Einrichtung so viel Zeit kostet. Dabei hattest Du Dich so sehr auf das Teil gefreut.

Woher kommen unsere Launen also tatsächlich?

Aus Deinem Unbewussten. Das ist die kurze Antwort.

Wenn wir weiter ausholen, könnten wir sagen, dass gewisse Sinneseindrücke von außen auf uns einwirken und dann ganz unbewusste Reaktionen in uns hervorrufen, die sich dann als Laune oder Stimmung zeigen.

Diesen Vorgang können wir teilweise beeinflussen, indem wir zum Beispiel Beobachtungen darüber anstellen, welche Art von Stimulation von außen welche Laune in uns hervorruft.

Das klappt dann meistens, aber nicht immer. Wenn Du weißt, dass ein Schokomuffin Dich in gute Stimmung versetzt, greifst Du zu dieser Leckerei, wann immer Du Lust hast.

Stimmungsheber bewusst einsetzen

Dabei ist folgendes wichtig:

Als kurzzeitige Stimmungsheber können solche Hilfsmittel gut wirken, allerdings ist es eine gute Idee, eine Sache dabei im Blick zu behalten.

Wenn Du dazu neigst, Deine schlechte Laune ständig mit Hilfsmitteln zu vertreiben – dazu können auch Alkohol und Drogen, sportliche Aktivitäten, Chips, Eis oder Nudeln gehören -, darfst Du Dir dessen bewusst werden, was Du da gerade machst.

Klar macht schlechte Laune keinen Spaß, aber sie ist einfach ein Ausdruck Deines inneren Wetters.

Spontaner Besuch von Deinen Launen

Ich lade ich Dich ein, Dir einmal die Launen als Besucher vorzustellen, die unangekündigt hereinplatzen.

Für die meisten Introvertierten ist es eher unangenehm, wenn unangekündigter Besuch vor der Tür steht, aber den musst Du ja nicht unbedingt hereinlassen.

Im Gegensatz zu den Launen, denn die lassen sich gar nicht mit Türen oder Wänden aufhalten.

Sie steigen einfach in Deinem Inneren auf, machen es sich in Deinen Gedanken bequem und nutzen diese Möglichkeit jederzeit aus.

Wenn Du Dir jetzt einmal die Zeit nimmst und so eine schlechte Laune beobachtest, wird Dir etwas auffallen.

Sobald sie merkt, dass Du sie mit etwas Abstand betrachten kannst, schrumpft sie.

Der schlechte Laune Gorilla steht vor Dir

Nehmen wir einmal an, das schlechte Launegefühl namens Gorilla steht vor Dir und trommelt laut auf seine Brust, damit Du ihn ja nicht übersehen kannst.

Du setzt Dich in Ruhe hin und schaust ihn an. Er trommelt wirklich fleissig und versucht, Dich zu beeindrucken.

Wenn Du es jetzt schaffst, ihn eine Weile ganz ruhig zu beobachten, irritiert ihn das.

Du wartest geduldig ab und merkst, dass ihm das langsam zu langweilig wird. Warum ist er nochmal hier? 

Auf irgendetwas wollte Dich dieses schlechte Launegefühl doch aufmerksam machen.

Die Laune löst sich in Luft auf

Du merkst, dass aus einer Zimmerecke ein kleines Äffchen in die Mitte des Zimmers hüpft.

Es macht den Gorilla nach und trommelt mit seinen kleinen Fäusten auf seine Brust. Du grinst vor Dich hin. Diese Laune macht schon mehr Spaß.

Und wo ist der Gorilla hin? Genauso schnell, wie es aufgetaucht war, ist das schlechte Launegefühl wieder verschwunden.

Befreunde Dich mit Deinen Launen

Planen fällt bei solchen Spontanbesuchen schwer.

Es wird leichter, wenn Du akzeptierst, dass es freundliche und weniger freundliche Besucher gibt, sie vermutlich immer wieder ohne Vorwarnung auftauchen und dass Du sogar eine freundschaftliche Beziehung zu Deinen Launen aufbauen kannst.

Wenn Du einmal schnell einen Gorilla loswerden willst, gib dem Affen Zucker in Form von Schokomuffin. Oder was auch immer Deinem Gorilla am besten dabei hilft, sich zu beruhigen.

Ansonsten kannst Du solche Besuche auch ohne Hilfsmittel überstehen.

Schlechte Laune bei anderen

Eine Anregung habe ich noch zur schlechten Laune anderer Menschen:

Jeder darf sich mit seinen eigenen Launen befreunden, da kannst Du von außen leider wenig machen.

Es sind ja nicht Deine Launen, obwohl manchmal eine Laune auch ansteckend zu sein scheint.

Bei guter Laune lässt Du Dich wahrscheinlich gerne anstecken. Bei schlechter Laune könntest Du Dich ab jetzt an den Gorilla erinnern und den Affen bei seinem Besitzer lassen.

Nicht dass er Verstärkung herbeiruft, der dann in Deinem Inneren für Wirbel sorgt.

Viel Spaß beim Zähmen Deiner Gorillas wünsche ich Dir!

Vielleicht hast Du ja auch ganz andere Ideen, wie Du Deine schlechte – oder gute! – Launen personalisieren möchtest?

Schreibe mir gerne einen Kommentar.

Alles Liebe

Claudia

P.S.: Zum Thema Gedanken passen zwei IntroPod Episoden, die Du Dir hier (Episode 26) und hier (Episode 27) anhören kannst.

Möchtest Du benachrichtigt werden, sobald neue Blogartikel veröffentlicht werden? Dann trage Dich hier für eine wöchentliche Zusammenfassung ein:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.