Das Gegenteil-Experiment

experiment

Wir können unheimlich viel lernen, indem wir Experimente durchführen.

Viel zu selten machen wir in unserem Alltag Experimente, obwohl es ein Leichtes wäre, sich darauf einzulassen.

Dabei meine ich keine komplizierten Experimente, bei denen Du viele verschiedene, schwer erhältliche Materialien brauchst.

Sondern einfache, bei denen das Einzige, was Du mitbringen musst, Dein Kopf ist.

Und vielleicht noch etwas zu schreiben, also Stifte und ein Notizbuch, falls Du Deine Erkenntnisse festhalten möchtest.

Dein Experiment startet gleich morgen früh

Wenn Du magst, kannst Du Dir gerne das folgende Experiment für morgen vornehmen.

Sobald Du wach wirst, fragst Du Dich erst einmal, mit welcher Laune Du diesen Tag beginnst.

Bist Du gut ausgeschlafen?

Oder würdest Du Dich am liebsten nochmal rumdrehen, um noch ein paar Mützen Schlaf nachzuholen?

Den meisten von uns fällt bei guter Laune das Aufstehen tendenziell etwas leichter.

Manchmal werden wir dann sogar vor dem Wecker wach und können es kaum erwarten, in den Tag zu starten.

Für unsere Laune am frühen Morgen können wir nichts, sie ist einfach da.

Die erste Aufgabe ist, Deine Laune zu erkennen

Nimm Deine Laune zur Kenntnis und benenne sie in Gedanken, zum Beispiel also „gute Laune“. 

Lass Dich für einen Moment komplett in diese Laune hineinfallen und nimm sie so intensiv wahr, wie Du nur kannst.

Wie fühlt sie sich an, wo kannst Du sie spüren, was löst sie in Dir aus?

Phase zwei des Experiments

Als zweite Aufgabe stellst Du Dir vor, Du wärst genau mit der gegenteiligen Laune aufgewacht.

Also mit schlechter Laune, die Dir schon von Anfang an den Tag vermiesen will.

Lass Dich auch in die gegenteilige Laune komplett hineinfallen und spüre wieder intensiv in sie hinein.

Wo kannst Du sie spüren, was löst sie in Dir aus, wie fühlt sie sich an?

Du verkehrst Deine Erfahrung ins Gegenteil

Hast Du es geschafft, mit Hilfe Deiner Gedanken Deine ursprüngliche Laune ins Gegenteil zu verkehren?

Möglicherweise gelingt dieses Experiment nicht gleich beim ersten Mal.

Schließlich ist es schade um die gute Laune, daher weigert sich Dein Geist vielleicht, mit ganzem Herzen beim Experiment mitzumachen.

Wenn das der Fall ist, kannst Du das Experiment natürlich auch auf einen Tag verlegen, der mit schlechter Laune beginnt.

Dann landest Du im Experiment bei der Umkehrung in guter Laune.

Aufgabe drei: Beobachten

Im weiteren Verlauf des Tages besteht Deine Aufgabe darin, weiterhin Deine Laune zu beobachten.

Jedes Mal, wenn Du sie klar als „gute“ oder „schlechte“ Laune einordnen kannst, wiederholst Du das Gegenteil-Experiment.

Dann stellst Du Dir in Gedanken genau die gegenteilige Laune vor und verstärkst sie mit allen Mitteln.

Das können Gedanken, Worte oder Taten sein.

Wenn Du zum Beispiel weißt, dass Dir Schokolade dabei hilft, Deine Laune zum Guten zu wenden, isst Du ein Stückchen.

Wenn Deine gute Laune gerade nicht mehr auszuhalten ist – das ist vermutlich eher selten der Fall – verbietest Du Dir den Genuss von Schokolade.

Versuche, mit diesem Experiment mindestens drei Mal an diesem Tag Deine Laune ins Gegenteil zu verkehren.

Fragst Du Dich mittlerweile, wohin das Ganze führen soll?

Das Experiment führt uns vor Augen, wie sehr wir durch bewusstes Denken und Tun unsere Wirklichkeit beeinflussen können.

Du kennst sicher den weisen Spruch, nach dem nicht die äußeren Umstände bestimmen, wie wir empfinden, sondern dass wir bestimmen, wie wir auf die Umstände reagieren.

Das hört sich sehr schlau an und wir haben das schon oft als wahr erkannt.

Allerdings vergessen wir gerne, es anzuwenden.

Du entscheidest, wie sehr Dich Deine Gedanken beeinflussen

Das Gegenteil-Experiment erinnert uns daran, dass es tatsächlich wir sind, die darüber entscheiden, wie wir denken und handeln wollen.

Wenn es so leicht ist, eine gute in eine schlechte Laune oder umgekehrt zu verwandeln, dann führt uns das klar vor Augen, dass wir es sind, die darüber entscheiden, wie sehr wir uns von unserem Denken beeinflussen lassen.

Wir sind nicht unsere Gedanken.

Oft kommen uns Gedanken in den Sinn, die nichts mit uns zu tun haben.

Sie stellen weder die Wahrheit dar, noch sind sie ein Befehl, auf die ein oder andere Weise zu handeln.

Durch das Gegenteil-Experiment wird uns bewusst, dass wir uns jederzeit fragen können, ob die Gedanken oder Launen, die wir gerade in uns tragen, hilfreich sind oder nicht.

Und dann können wir das Gegenteil oder einfach einen anderen Blickwinkel annehmen.

Ganz besonders dann, wenn es für uns und alle Beteiligten oder Umstände besser ist.

Ich wünsche Dir, dass Du so oft wie Du willst Deine Gedanken mit diesem Experiment ins Positive verwandeln kannst!

Alles Liebe

Claudia

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