Das Nein als freundlicher Beschützer

Nein

Nein“ kann ein starker Verbündeter sein, besonders für Menschen, die von anderen Menschen überrumpelt und ausgenutzt werden.

Ein „Nein“, Dein „Nein“, macht unmissverständlich klar, dass Du dieses Anliegen, diese Dir entgegengebrachte Verhaltensweise nicht annimmst.

Du sagst „Nein“ zu der Art, wie Du behandelt wirst. „Nein“ zu einem Gefallen, den Du sonst immer einfach getan hast, weil Du Dich nicht getraut hast, „Nein“ zu sagen oder weil es einfach Gewohnheit war.

Dein Nein-Sagen stößt auf Verwunderung, Staunen und oft auch Widerstand

Ja, wir Menschen sind durch das Leben unterwegs und wollen Harmonie erleben.

Wir wollen Verbündete finden, die die Welt ganz ähnlich sehen wie wir.

Wir wollen dazu gehören und verstanden werden.

Ein „Nein“ zerreißt scheinbar diese Gemeinsamkeit, die Verbundenheit, diese Übereinkunft, zumindest fühlt es sich so an.

Auf der anderen Seite ist das „Nein“ ein Stifter von Gemeinsamkeiten, von einer gemeinsamen Mission, wie zum Beispiel „Nein“ zu Plastik oder „Nein“ zu Kinderarbeit.

Ein „Nein“ kann jede Farbe und Form annehmen, die wir ihm geben wollen. Genauso wie ein „Ja“, kann ein „Nein“ eine starke Verbindung zwischen Menschen schaffen.

Das „Nein“ als unser Schutzschild, unser Freund, unser Beschützer

Ein wunderbar kraftvolles Wort, das für so viele gute Zwecke eingesetzt werden kann.

Besonders wenn Du ein Mensch bist, dessen Pendel zu sehr in die Ja-Richtung tendiert und Du beginnst, darunter zu leiden, kannst Du das „Nein“ als wertvolles Hilfsmittel nutzen.

Du wendest Dein „Nein“ immer dann an, wenn Du Dich überfordert fühlst und in Stress gerätst, wenn Du Dir nur noch die Decke über den Kopf ziehen willst und Dir alles zu viel wird.

„Nein, alle äußeren Anliegen bitte draußen bleiben! Ich sage jetzt „Ja“ zu mir und meinen Bedürfnissen. „Ja“ zum Nachdenken, Reflektieren, Grübeln und sogar zum Gedankenkarussell-Fahren.“

Kurz bevor mir schlecht wird, steige ich wieder aus dem Karussell aus und atme die frische Luft ein, die durch das „Nein“ zu den Einflüssen von außen wieder nachgeströmt ist.

Das „Nein“ nimmt viele Formen an

Das „Nein“ als Fenster, das die frische Luft der Klarheit und des Bewusstwerdens wieder in mein Lebenshaus hineinlässt.

Das „Nein“ als Türwächter, der die Besucher am Tor genau mustert und nur nach reiflichem Abgleichen aller notwendigen und vorgegebenen Bedingungen einlässt.

Es kann ein wahrhaft starker Krieger sein, der schon anhand seiner Bewaffnung zeigt, wie wehrhaft er ist und wie ernst er es meint.

Es kann eine sanfte Heilerin sein, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Deinem Gegenüber zart aber freundlich bestimmt die Botschaft zu übermitteln, dass an dieser Stelle kein Durchkommen ist.

Und dass es sogar heilsam für Dein Gegenüber ist, wenn es sich selbst um das Anliegen kümmert, das es gerade an Dich herangetragen hat.

Es kann auch ein schlecht gelauntes Gör sein, dass mit dem Fuß aufstampft, dem Gegenüber die Zunge herausstreckt und sich einfach weigert, mitzuspielen.

Je nachdem, mit welchem Anliegen, mit welchem Gegenüber Du es zu tun hast, kannst Du Dein „Nein“ in eine Rolle schlüpfen lassen, in der es die Nachricht mehr oder auch weniger sanft an den oder die Fragende*n überbringt.

„Nein“ ist ein mächtiger Beschützer für Deine Seele und es ist so schön, wenn Du es als Deinen Freund annimmst und als hilfreichen Unterstützer an Deiner Seite weißt!

Du akzeptierst das „Nein“ von anderen

Wenn Dir das klar wird, kannst Du auch erkennen, dass das „Nein“, das Du von anderen erfährst, für sie ebenso wichtig und richtig ist.

Du weißt von Dir, welch wunderbare Eigenschaften Dein „Nein“ für Dich hat und auch die anderen Menschen haben ihr „Nein“, das ihnen bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse zur Seite steht.

Da Du ein Mensch bist, der Mitgefühl mit den anderen Menschen auf dieser Erde hat, wirst Du Dein „Nein“ auch immer nur zum Schutz von Dir oder anderen Menschen einsetzen, die Dir wichtig sind.

Natürlich kann ein „Nein“ auch als Waffe genutzt werden, aber da Du selbst weißt, wie weh das tun kann, verwendest Du Dein „Nein“ möglichst nur in seiner Eigenschaft als Friedensstifter und Beschützer.

Suche Dir ein Symbol, dass Dich an Dein „Nein“ erinnert

Wenn Du magst, kannst Du Dir einen kleinen Gegenstand als Symbol für Dein „Nein“ aussuchen, das Du dann in Deiner Hosentasche, Handtasche oder in Form von Schmuck bei Dir trägst.

Dadurch wirst Du ab und zu an Deinen Verbündeten erinnert und wirst Dir öfter im Alltag bewusst, dass „Nein“ eine Option ist.

Dazu kannst Du Dir zum Beispiel einen kleinen Stein, eine Feder, einen Anhänger, eine Kette, einen Ring, Ohrringe oder ein Armband aussuchen, das Dir besonders gefällt.

Die tägliche Erinnerung an das „Nein“ ist gerade am Anfang der feinen Kunst des Nein-Sagens sehr wertvoll.

Irgendwann wird es dann Teil von Dir sein, weil Du so gut auf Dich selbst hörst, dass es keine Erinnerung mehr braucht.

Viel Freude beim Aussuchen des Symbols wünsche ich Dir!

Alles Liebe

Claudia

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