Dein Lieblingsrahmen für die Sicht aufs Leben

Rahmen

Deine Sichtweise als Rahmen

Als Rahmen bezeichne ich eine festgelegte Sichtweise, mit der Du ein Thema, ein Problem oder das Leben ganz generell anschaust.

Innerhalb dieses Rahmens gelten bestimmte Parameter, wie Du diese Perspektive nutzt, welche Regeln innerhalb des Rahmens gelten und wofür dieser Rahmen nützlich ist.

Ob es Dir bewusst ist oder nicht, Du schaust immer durch einen Rahmen auf die Welt und je nach Art des Rahmens ist Deine Weltsicht dann gefärbt.

Dabei hat jeder Mensch eine Art Grundrahmen, aus dem heraus er wahrnimmt und viele zusätzliche Rahmen, die er oder sie je nach Situation anwendet.

Problemrahmen als Grundrahmen?

Fangen wir mit einem der beliebtesten Rahmen an, dem Problemrahmen. Der Problemrahmen beherrscht die Welt, so scheint es.

Über die Nachrichten wird uns an jedem Tag ein dunkles Bild der Welt gezeigt. Ständig gibt es Probleme, überall auf der Erde.

Wenn wir diesen Rahmen als unseren Grundrahmen übernehmen, werden wir dazu neigen, alles, was uns begegnet, als Problem zu sehen.

Es liegt durchaus in der menschlichen Natur, dass sich unser Gehirn tendenziell mehr mit schlechten Nachrichten befasst als mit guten.

Das ist auch kein Wunder, denn ursprünglich war die Hauptaufgabe unseres Denkapparates ja auch, für unser Überleben zu sorgen.

Du wirst in den Problemrahmen hineinkatapultiert

Der Problemrahmen kann uns dazu bringen, dass wir in ihm hängen bleiben und das Problem weiterhin als Problem sehen.

Wir kleben in diesem Rahmen fest, auch wenn es wenig hilfreich ist und wir uns dadurch die Chance nehmen, Schritte in Richtung Lösung zu gehen.

Das Gemeine am Problemrahmen ist, dass wir – selbst wenn wir ihn nicht als Grundrahmen gewählt haben – in kürzester Zeit in ihn hineinkatapultiert werden, sobald ein Problem auftaucht.

So als ob da ein Rahmen-Zuweiser um die Ecke kommt und uns den Problemrahmen überstülpt, egal ob wir wollen oder nicht.

Daher heißt es, wachsam zu sein, sobald ein Problem auftaucht. Falls der Rahmen-Zuweiser bereits erfolgreich war und Dir den Problemrahmen verpasst hat, besteht Deine Aufgabe darin, Dir dessen bewusst zu werden.

Manchmal dauert es ein bisschen und Du betrachtest Dein Problem eine ganze Weile durch den Problemrahmen.

Wähle Deinen Lösungsrahmen

Aber sobald Du Dir dessen bewusst wirst, merkst Du, was da gerade passiert und wählst Deinen Lösungsrahmen. Denn den gibt es natürlich auch!

Der Lösungsrahmen ist eine tolle Sache. Du entscheidest für Dich, wie er aussieht und funktioniert.

Du bestimmst die Parameter wie Abmessungen, Höhen und Tiefen und legst Regeln fest, die Dir hilfreich erscheinen.

Dazu fragst Du Dich: „Wie möchte ich auf Probleme reagieren?“ und definierst Deinen Lösungsrahmen genau so für Dich, wie er zu Dir passt.

Nützliche Funktionen innerhalb eines Lösungsrahmens

Mein Lösungsrahmen verfügt zum Beispiel über einen Zoomfaktor, mit dem ich aus der jeweiligen Situation so weit herauszoomen kann, wie ich es brauche.

Von oben bekomme ich dann einen umfassenden Überblick geboten und kann das Problem aus allen Perspektiven betrachten.

Auch ein Zeitverzögerungsmodul habe ich eingebaut, mit dem ich zumindest gefühlt die Geschwindigkeit der Ereignisse abbremse, um in Ruhe nachdenken zu können.

Das bedeutet, dass ich mir bewusst Zeit für eine Antwort auf das Problem gebe. Im Gegensatz zu einer bloßen Reaktion, die meistens viel zu schnell und zu wenig durchdacht erfolgen würde.

Außerdem ist eine Lösungsmöglichkeitsfunktion im Rahmen enthalten. Das heißt, ich gehe davon aus, dass es auf jeden Fall eine Lösung gibt, wie auch immer sie aussehen mag.

Designe Dir Deinen eigenen Lösungsrahmen

So ein ganz eigener Lösungsrahmen ist wirklich Gold wert, daher empfehle ich Dir, auch einmal darüber nachzudenken, wie Deiner aussehen könnte.

Neben den erwähnten Rahmen gibt es unzählige weitere Optionen und Du kannst damit sehr kreativ werden. Du kannst Dir zum Beispiel einen Denkrahmen, Aktionsrahmen, Kreativitätsrahmen oder Lebensrahmen definieren, den Du jeweils anwendest.

Besonders gerne mag ich auch den Lernrahmen, der aussagt, dass alles, was ich erlebe, eine Gelegenheit zum Lernen darstellt.

Hast Du schon einmal mit Rahmen experimentiert? Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?

Schreibe mir gerne einen Kommentar, ich freue mich, wenn wir uns über Dein Rahmendesign austauschen.

Alles Liebe

Claudia

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