Die Baumhaus-Übung bei Überforderung

Baumhaus

Du spürst manchmal Überforderung

Vielleicht kommt es ja auch bei Dir immer wieder einmal vor, dass Du Dich überfordert fühlst. Mit der Baumhaus-Übung gewinnst Du Abstand und findest Ideen für eine Lösung.

Als introvertierter Mensch darfst Du ja besonders gut mit Deiner Energie haushalten, damit sie auch so lange wie möglich vorhält.

Überforderung betritt gerne dann die Bühne, wenn sie spürt, dass Du zu wenig geschlafen hast, gesundheitlich nicht ganz fit bist, Stress auf der Arbeit oder in Deinem Umfeld hast oder generell gerade von den Eindrücken um Dich herum überschwemmt wirst.

So kann es sich manchmal wirklich anfühlen, wie eine Überschwemmung mit allen möglichen Wahrnehmungen und Empfindungen. Sie geben Dir langsam, aber sicher das Gefühl, Du müsstest Dich wenigstens auf eine höhere Treppenstufe stellen, um den Überblick zu behalten.

Du folgst der Einladung ins Baumhaus

Ich möchte Dich einladen, in einem solchen Augenblick einmal die Baumhaus-Übung auszuprobieren:

Stelle Dir ein komfortables Baumhaus vor, das Du bei Bedarf jederzeit alleine aufsuchen kannst. Es ruht in sicherer Höhe inmitten einer mächtigen Eiche und wenn Du Dich dort aufhältst, fühlst Du Dich immer beschützt von diesem wunderbaren Baum.

Du steigst die Roll-Leiter hinauf und holst den Schlüssel hervor, mit dem Du die Tür zu Deinem Baumhaus aufschließt. Du kletterst ins Innere und ziehst die Leiter nach oben, so dass Du vollkommen ungestört bist.

Du findest Ruhe

Nachdem Du die Türe geschlossen hast, legst Du Dich in Deine bequeme Hängematte, von der aus Du einen grandiosen Blick aus einem großen, runden Fenster nach draußen hast und vielleicht magst Du anfangen, langsam in der Hängematte zu schaukeln.

Von hier aus betrachtest Du die Welt von oben und schaust Dir das Gewusel, das gerade in Deinem Leben herrscht, näher an.

Langsam atmest Du auf und kommst zur Ruhe.

Du identifizierst den Auslöser

Aus dieser Perspektive kannst Du Dir nun überlegen, was Deine derzeitige Überforderung ausgelöst hat.

Waren es die vielen Verpflichtungen, die sich in endlosen Aufgaben auf Deiner To-Do-Liste widerspiegeln?

Oder haben Dich die vielen intensiven Sinneseindrücke überschwemmt und es Dir unmöglich gemacht, klare Gedanken zu fassen?

Hier oben kannst Du Dir sicher sein, dass die Überschwemmung Dich nicht erreicht und langsam spürst Du, wie Du Dich schon leichter und entspannter fühlst als noch vor einigen Minuten.

Du schließt die Augen und schaust Dir Deine Gedanken und Empfindungen im Inneren noch näher an.

Kannst Du erkennen, welche Aufgabe oder welcher Auslöser für Deine Überforderung die Verantwortung trägt?

Wenn Du in Dich hineinspürst, wirst Du vermutlich eine gute Idee dafür bekommen, was der Auslöser ist und wer oder was dazu beigetragen hat.

Du findest eine mögliche Lösung

Wenn es Dir gelungen ist, den Auslöser, die Aufgabe, die Herausforderung oder auch den Menschen zu identifizieren, der oder die Dir zur Zeit ein Gefühl der Überforderung gibt, frage Dich als nächstes:

Wie würdest Du mit dieser Aufgabe, Herausforderung oder diesem Menschen umgehen, wenn Du ganz sicher wüsstest, dass Du keinerlei Bedenken haben musst hinsichtlich des Ergebnisses?

Nimm an, dass sich die Aufgabe, Herausforderung oder der Mensch genau wie Du über eine gemeinsame Lösung freuen würde.

Wie könnte Deine Lösung dann aussehen, wenn Du als Zutat so viel Freude, Leichtigkeit und Entschlossenheit in den Lösungscocktail mit hineingeben könntest, wie Dir im nur Moment möglich ist?

Die Antworten auf diese Fragen können Dir helfen, Dir die Richtung zu einer machbaren Lösung für Deine derzeitige Überforderungssituation zu zeigen.

Du schreibst Deine Antworten auf

Es hat sich bewährt, wenn Du Dir die Antworten auf diese Fragen aufschreibst.

Damit ordnest Du Deine Gedanken und kannst den Weg Deiner Gedanken dann auch später noch einmal nachlesen.

Bitte notiere Dir noch einen ersten Schritt, den Du unternehmen wirst, um die Lösung Wirklichkeit werden zu lassen.

Wenn Du bereit bist, die Ruhe des Baumhauses wieder zu verlassen, stehst Du langsam auf und machst Dich in Gedanken bereit für den Abstieg.

Du machst Dich auf den Weg zurück

Du öffnest die Tür, lässt wie Rapunzel die Roll-Leiter hinunterfallen und machst Dich auf den Weg nach unten, nachdem Du die Tür abgeschlossen hast.

Am Boden der Tatsachen des Lebens wieder angekommen, dankst Du in Gedanken Deiner Eiche und Deinem wunderbaren Baumhaus für die Inspiration, die Du dort erhalten hast.

Da Dein erster Schritt auch schon geplant ist, kannst Du gleich losgehen und ihn umsetzen.

Diese Übung kannst Du immer wieder einmal machen, wenn Du in die Überforderung gerätst. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

Alles Liebe

Claudia

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