Die Dankbarkeitstreppe hinaufsteigen

Dankbarkeitstreppe

Manchmal gibt es einfach Tage, da wachst Du bereits erschöpft auf.

Vielleicht bist Du zu spät ins Bett gegangen.

Vielleicht ist aber auch die Wetterlage uneins mit Deinem Biorhythmus.

Und jetzt sollst Du auch noch eine Dankbarkeitstreppe hochsteigen?

Der Tag wird herausfordernd, oder?

Was immer es ist, worauf Dein Gefühl zurückzuführen ist, Du spürst einfach, dass der Tag Dir vermutlich Gelegenheiten oder Herausforderungen anbieten wird.

Herausforderungen, für die Du Dich vielleicht gar nicht bereit fühlst.

Falls Du Dich bereits entschieden hast, Selbstverantwortung als eine der Grundzutaten für jeden Tag zu nehmen, wird es leichter.

Zusätzlich kann Dir auch die Dankbarkeitstreppe eine gute Unterstützung bieten und Deine Erschöpfung in Energie umwandeln.

So steigst Du die Dankbarkeitstreppe hinauf

Alles, was Du dafür tun musst, ist folgendes:

Schon beim ersten Spüren der Erschöpfung oder eines anderen schlechten Gefühls überlegst Du, was Du hinter diesem Gefühl wahrnimmst.

Wenn dieses schlechte Gefühl kein Thema wäre, was wäre dann weiterhin wahrnehmbar?

Fühlst Du Dich dennoch gut aufgehoben in Deinem Bett?

Dann stellst Du Dir jetzt eine Dankbarkeitstreppe vor, auf der Du eine Stufe nach oben steigst.

Und jetzt fordere Dich selbst heraus und finde so viele Anlässe, dankbar zu sein wie möglich.

Für jeden Anlass gehst Du eine Stufe weiter nach oben.

Du kannst Dir die folgenden Fragen stellen

  • Gibt es Dinge, auf die Du Dich an diesem Tag freuen kannst?
  • Hast Du in den letzten Tagen etwas erledigt, wofür Du dankbar bist?
  • Mit wem hast Du Dich zuletzt unterhalten und dabei ein gutes Gefühl gehabt?
  • Welche Mahlzeit ist Dir in Erinnerung, die so richtig lecker war?
  • Hast Du Zeit im Garten oder im Wald verbracht und Deine Energien dort aufladen können?
  • Wann hast Du zuletzt herzlich gelacht?
  • Wer hat Dir eine Freude bereitet, mit der Du nicht gerechnet hattest?
  • Aus welchem Anlass warst Du in den letzten Tagen stolz auf Dich?
  • Welches Buch hast Du vor kurzem entdeckt, das Dir so richtig viel Freude macht?
  • Welche Freunde triffst Du bald wieder?
  • Wann unternimmst Du einmal wieder etwas, auf das Du Dich schon länger freust?
  • Welches Tier ist Dir begegnet und hat Dich zum Lächeln gebracht?
  • Welche Sache hast Du vor einiger Zeit erledigt, die schon länger in der Schublade schlummerte?
  • An welche Begegnung in der Nachbarschaft denkst Du gerne zurück?
  • Auf welches Buch oder welchen Film freust Du Dich?
  • Welchen kleinen Luxus gönnst Du Dir in den nächsten Wochen?
  • Welcher Mensch hat zuletzt Dein Herz berührt?  

Dir fallen sicher selbst noch viele wunderbare Fragen ein, die Dir bewusst machen, dass die Stufen Deiner Dankbarkeitstreppe unendlich weit nach oben führen.

Wenn Du Dir die Fragen nach und nach beantwortest, steigst Du für jede Antwort eine Stufe höher.

Du steigst in lichtere Welten auf

Die Dankbarkeitstreppe bewirkt, dass Du in lichtere, wärmere und freudigere Gedanken- und Erfahrungswelten hinaufsteigst.

Angefangen hattest Du unten auf dem Treppenabsatz.

Mit Erschöpfung, schlechter Laune, Traurigkeit, einem Verlassenheitsgefühl, Überforderung oder einem anderen schlechten Gefühl, das Dich vielleicht ab und zu besucht.

Mit jedem Schritt lässt Du das schlechte Gefühl weiter hinter und unter Dir.

Geheimtipp Wendeltreppe

Je nach Treppenart kannst Du das Gefühl zwar noch sehen, aber Du spürst es nicht mehr so intensiv wie am Anfang des Aufstiegs.

Solltest Du eine Dankbarkeitstreppe in Form einer engen Wendeltreppe wählen, wirst Du die (Sicht-)Verbindung mit Deinem schlechten Gefühl noch schneller verlieren.

Das könnte den Vorgang, dass Du Dich erleichterter, gehobener Stimmung fühlst, noch beschleunigen.

Mit dieser Übung verhält es sich ähnlich wie mit Sport.

Gerade wenn wir uns nicht danach fühlen und uns doch dazu überreden, bringt es uns besonders viel.

Und dann fühlen wir uns hinterher umso besser.

Ja, der Aufstieg ist manchmal mühsam, aber er belohnt Dich für die Mühe, die Du auf Dich nimmst.

Und die Mühe ist recht überschaubar, weil es angenehme Dinge sind, auf die Du Deine Aufmerksamkeit lenken darfst.

Von oben hast Du einen wunderbaren Überblick

Anlässe, für die Du dankbar bist, findest Du bestimmt jederzeit.

Und es dürfen auch kleine Anlässe sein.

Schließlich ist es Deine Treppe und Du bestimmst, wie hoch die Stufen sind.

Vergiss nicht, die Aussicht zu genießen, wenn Du hoch genug hinaufgestiegen bist.

Von oben hast Du einen wunderbaren Überblick auf Deine Seelenlandschaft.

Vielleicht wird Dir sogar bewusst, woher die Schlechtwetterlage kam.

Und Du kannst aus dieser Perspektive auch noch ein paar Anregungen für Deinen weiteren Weg mitnehmen.

Ich wünsche Dir einen schönen Aufstieg und viel Freude mit Deiner Dankbarkeitstreppe.

Du kannst jederzeit hinaufsteigen und sie für Dein weiteres Vorankommen nutzen.

Alles Liebe

Claudia

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