Die positive Art des Wettbewerbs

Die positive Art des Wettbewerbs

Gibt es eine positive Art des Wettbewerbs ?

Wettbewerb löst bei vielen Menschen Stress aus und kennt fast nur Verlierer.

Welche Gedanken Dir helfen könnten, anders zu denken und welche Art von Wettbewerb tatsächlich positiv wirken kann, schauen wir uns heute in diesem Blogartikel näher an.

Wettbewerb, eine Erfindung von Extravertierten?

Beweisen kann ich es nicht, aber aus meiner Erfahrung haben extravertierte Menschen viel mehr Spaß daran, sich mit anderen zu messen als wir Introvertierten.

Das passt auch gut mit der Einschätzung zusammen, dass Introvertierte generell unabhängiger sind von der Meinung anderer und sie sich daher nicht ständig vergleichen oder in Wettbewerb treten wollen.

Vorgegeben durch die Natur ?

Ja, Wettbewerb und das Überleben der am besten Angepassten ist auch in der Natur und im Tierreich zu beobachten.

Nachdem wir Menschen aber so stolz auf unsere Gehirnleistungen sind, könnte man annehmen, dass wir das Wettbewerbsspiel schon lange durchschaut und uns davon abgekoppelt haben.

Aber im Gegenteil:

Wir – und hier spreche ich jetzt einmal von unserem menschlichen Kollektiv, Du und ich machen das hoffentlich anders – bringen unseren Kindern schon in Schule und Sport bei, dass sie sich an anderen messen sollen und dass sie nur gut sind, wenn sie auf den vorderen Plätzen landen.

Ungleiche Voraussetzungen

Dabei ist dieses Spiel sehr ungerecht, von Anfang an.

Kein Mensch kann etwas dafür, mit welchen körperlichen oder geistigen Merkmalen er geboren wird und in welchen Disziplinen er anderen überlegen ist.

Und wer legt überhaupt die Regeln fest und bestimmt, worauf es ankommt?

Wie sinnvoll ist es denn, alle über einen Kamm zu scheren und nach Normen in Schubladen einzusortieren, aus denen sie dann kaum noch rauskrabbeln können?

Strukturen und Normen sind hilfreich

Genauso klar ist es, dass es gewisse Normen und Strukturen im Zusammenleben von uns Menschen geben darf, manchmal vielleicht geben muss, um Chaos zu vermeiden.

Gerade wir Introvertierten sind ja oftmals Fans von Struktur und haben in vielen Dingen auch nichts dagegen, wenn es sie gibt.

Struktur, um Halt zu geben, Ordnung zu errichten und geregelte Abläufe zum Beispiel im Schulalltag einzuführen ist notwendig.

Ob jedoch manche Regeln, die eher darauf ausgelegt sind, Menschen gegeneinander auszuspielen und sie zu entzweien, schlau sind?

Wettbewerb bedingt, dass es mehr Verlierer als Gewinner gibt

Das Wesen des Wettbewerbs bringt es mit sich, dass wir gegeneinander arbeiten.

Wenn Du an einer Tischtennismeisterschaft teilnimmst und gewinnst, sind automatisch alle anderen Verlierer.

Auch im Klassenzimmer gibt es wenige Superschüler*innen und den Rest der Schüler*innen, die nicht so gut abschneiden.

Auf Dauer demotiviert das ständige In-Konkurrenz-Stehen die Mehrheit der Spieler und führt dazu, dass sie immer weniger Freude beim Spiel empfinden.

Oftmals gewinnt im Wettbewerb auch nicht unbedingt die Spielerin, die am besten die Disziplin beherrscht, sondern die, deren Ausrüstung besser war oder die größere Unterstützung durch Sponsoren hatte.

Positiver Wettbewerb

Kann es auch anders funktionieren? Klar!

Die Antwort lautet: Vergleiche Dich nur mit Dir selbst.

Wenn Du Dich in einer Sportdisziplin weiterentwickeln willst, spielst Du sozusagen gegen Dich selbst.

Du vergleichst Deine Fortschritte im Training und wirst mit der Zeit feststellen, dass Du Dich kontinuierlich verbesserst.

Das ist eine andere Art von Wettbewerb, denn Du gehst hier von den relativ gleichen Voraussetzungen und Möglichkeiten aus. Je mehr Du trainierst, desto besser werden Deine Leistungen und Du kannst zu Recht stolz auf Dich sein, wenn Du Deine Ziele erreichst.

Dazu brauchst Du keinen Konkurrenzkampf mit anderen Menschen, die mit ganz anderer Ausrüstung spielen als Du.

Positive Vergleiche

Du kannst Vergleiche mit anderen immer dann nutzen, wenn Du Deinen Wert nicht davon ableitest, wie gut oder weniger gut Du abschneidest.

Vergleiche mit anderen sind hilfreich, wenn Du daraus Ideen für Dich selbst entwickelst.

Du schaust, was alles möglich ist und wie andere an das Spiel herangehen.

In der Umsetzung vergleichst Du Deine Leistungen dann wieder mit den Leistungen von Dir vor einiger Zeit. So hast Du immer eine belastbare Ausgangsbasis und Dein Vergleich ist sinnvoll, weil Du eben nicht Äpfel mit Birnen vergleichst.

Vorbilder sind hilfreich

Eine schöne Art von positivem Wettbewerb ist auch das Annehmen eines Vorbildes nach dem Du Dich orientieren willst.

Eine Art Mentor*in in einem Bereich zu haben, in dem Du über Dich hinauswachsen willst, ist wertvoll.

Dabei musst Du nicht einmal in direktem Kontakt mit diesem Menschen stehen, sondern Du kannst Dir auch aus der Ferne die Eigenschaften herauspicken, denen Du nacheifern willst.

Deine Fortschritte gleichst Du dann wieder im Vergleich mit Dir vor zum Beispiel einem Jahr ab. Du wirst sehen, dass Du vorangekommen bist, weil Du Dir realistische Vergleichsfaktoren ausgesucht hast.

Diese positive Art des Wettbewerbs ist für uns Introvertierte sehr gut geeignet, da viele von uns gerne Dinge planen und Ergebnisse festhalten.

Ich wünsche Dir viel Freude dabei! Wenn Du magst, schreibe mir gerne einen Kommentar, welches Vorbild für Dich ein Antrieb ist, Dich weiterzuentwickeln.

Alles Liebe

Claudia

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