Dinge einfach erledigen

erledigen

Hast Du auch so viele Ideen, so viele Dinge, die Du einfach erledigen möchtest?

Das geht zum Beispiel los beim Ausmisten des Kleiderschrankes der Kinder, macht einen Abstecher über das Anlegen eines neuen Kräuterbeetes im Garten und endet beim täglichen Dankestagebuch-Schreiben.

Du hast wahrscheinlich auch einige nette Projekte auf Deiner Erledigungsliste stehen, die Du einmal umsetzen möchtest.

Allerdings gibt es ein Problem.

Die lange Liste der geplanten Erledigungen

Denn je länger sie auf der Liste stehen, desto geringer ist die Chance, dass Du sie tatsächlich angehst.

Die Projekte, die ich hier meine, sind keine umfangreichen Tätigkeiten, die eine lange Vorbereitungszeit brauchen und für die Du vielleicht auch besondere Ausrüstung brauchst.

Heute schauen wir uns nur die Dinge an, die recht kurz und schmerzlos zu erledigen wären.

Eigentlich.

Wenn da nicht ständig etwas „Wichtiges“ dazwischenkäme.

Was hält Dich vom Erledigen ab?

Horch mal in Dich rein.

Was ist denn dieses „Wichtige“?

Bei mir ist es zum Beispiel das tägliche Schreiben von Blogartikeln.

Die haben nun mal Vorfahrt, ganz klar.

Und sie eignen sich nebenbei wunderbar als Ausrede, dass ich doch nun wirklich genug zu tun habe.

Auch die Hausaufgaben der Kinder zu begleiten ist eine tolle Ausrede.

Damit kannst Du, wenn Du die Sache ernst nimmst – und je nach Kooperationsbereitschaft Deines Kindes – durchaus einige Stunden pro Tag verbingen.

Sich danach noch aufzuraffen, eines der genannten Projekte in die Tat umzusetzen, würde schon an Superheldentum grenzen, oder?

Du bist die Herrscherin über Deinen Terminkalender

Und jetzt kommt’s:

Wer sagt denn, dass Du ein solches Projekt nach den üblichen, täglichen Aufgaben erledigen sollst?

Immerhin bist Du die Herrscherin über Deinen Terminplan und könntest Dir das Projekt als Top-Priorität, das als erstes erledigt werden darf, in den Kalender schreiben.

Das Projekt kannst Du sogar in Häppchen unterteilen, so dass es schön kuschelig neben den anderen Aufgaben des Tages auf der Erledigungsliste Platz findet.

Jeden Tag 10 Minuten Dankestagebuch-Schreiben, 1 Stunde Projekt Kräuterbeet oder Kleiderschrank-Ausmisten pro Tag passt noch drauf, wetten?

Die anderen Aufgaben des Tages machen zeitlich Platz

Möglicherweise stellst Du fest, dass sich die anderen Aufgaben des Tages plötzlich dünner machen und schneller erledigt sind.

Warum?

Weil Du mit dem Nebenprojekt anfängst und schon mal ein echtes Erfolgserlebnis erzielst.

Du hast heute 1 Stunde an Deinem Kräuterbeet gearbeitet, wer hätte das gedacht?

Plötzlich sieht der Tag jetzt schon freundlich aus, weil er mit einer Aufgabe beginnt, die Du einfach so erledigst.

Das verleiht Dir dann auch noch Schwung für den restlichen Tag, wie Du bemerken wirst.

Der Zaubertrick mit dem Verstand

Einen extra Zaubertrick, den Du für die erste Aufgabe des Tages anwenden kannst, verrate ich Dir jetzt:

Nachdem Du weißt, welches zusätzliche Projekt Du erledigen willst, nutzt Du die Tatsache, dass Dein Verstand morgens noch schläfrig ist.

Ehe er Widerstand entwickeln kann, fängst Du einfach an, stellst Dir den Wecker für die geplante Dauer des Projektes und legst los.

Ganz wie ein aufgezogenes Uhrwerk spulst Du die Aufgabe des Projektes ab und wunderst Dich, wie leicht es Dir von der Hand geht.

Falls Du mir nicht glaubst, kannst Du gleich morgen früh – oder nicht ganz so früh, wann immer Du aufstehst – den Test machen.

Teste die Vorgehensweise

Nach dem Frühstück nimmst Du alle Utensilien, die Du für Dein Projekt brauchst, in die Hand, gehst in den Garten, an Deinen Schreibtisch oder an den Kleiderschrank und fängst an.

Stell Dir einen Wecker, falls Du Dir ein Zeitlimit geben möchtest.

Ohne groß darüber nachzudenken erledigst Du die Aufgabe und bist total erstaunt, was in dieser kurzen Zeit möglich ist.

Wer weiß, vielleicht macht Dir die Aufgabe sogar so viel Spaß, dass Du sie – entgegen Deiner Planung – zu Ende führst.

Dann freut sich das Belohnungszentrum in Deinem Gehirn umso mehr und schüttet dankbar Dopamin aus.

Jetzt kann der Tag doch nur noch gut werden, oder?

Keine Diskussionen

Die Kunst besteht darin, Dich nicht in Diskussionen mit Deinem Verstand verwickeln zu lassen.

Er wird es auf jeden Fall versuchen, Dich von dieser Idee abzubringen.

Das könnte dann so klingen:

„Mach das später, die Aufgaben der Kinder sind doch jetzt dran:“ oder

„Schreib lieber erstmal Deinen Blogartikel, sonst wird es nachher zu spät und Du gerätst in Stress.“

Da heißt es Ohren auf Durchzug stellen und einfach loslegen.

Die Chancen zur Erledigung steigen

Diese bekannten Diskussionen führst Du schließlich schon lange und es hat bisher nichts gebracht.

Wenn Du das wie beschrieben morgens machst, steigt Deine Chance, das Vorhaben durchzuziehen.

Der schläfrige Verstand hat noch nicht seinen Diskussions-Degen geschärft und das gibt Dir die Möglichkeit, ihn dieses Mal zu besiegen.

So kannst Du übrigens immer wieder vorgehen, denn der Verstand ist – genau wie Du – fast jeden Morgen zu müde für tiefgreifende Wortgefechte.

Viel Erfolg bei der Erledigung des ein oder anderen Nebenprojektes!

Alles Liebe

Claudia

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.