Für andere Ergebnisse neue Wege ausprobieren

Ergebnis

Bestimmt kennst Du das folgende Zitat:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Es wird Albert Einstein zugeschrieben, allerdings findet es sich in keiner seiner Aufzeichnungen wieder.

Ein tolles Zitat, auch wenn es nicht von Albert Einstein ist

Zitatforscher haben sich auf die Suche gemacht und herausgefunden, dass es zum ersten Mal 1981 in einer Schrift der Organisation „Narcotics Anonymous“ verwendet wurde.

Die NA (Narcotics Anonymous, Deutsch: Anonyme Drogenabhängige), sind in einer internationalen Gemeinschaft organisiert, die das von den Anonymen Alkoholikern bekannte 12-Schritte-Programm für genesende Drogenabhängige nutzt.

Auch wenn Albert Einstein nicht der Urheber dieses Zitates ist, würde er dem Spruch sicher zustimmen.

Warum tun wir das?

Vielleicht kennst Du das auch von Dir.

Du hast eine bestimmte Vorgehensweise, mit der Du ein Problem angehst.

Obwohl Du feststellst, dass diese Art der Problemlösung nicht funktioniert, probierst Du es wieder und wieder.

Mit dem gleichen Ergebnis.

Warum machen wir das?

Es ist ganz einfach:

Unser Gehirn möchte sich so wenig anstrengen wie möglich.

Energie ist kostbar und daher ist unser schlaues Gehirn ständig auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten.

Nett gedacht, liebes Gehirn, aber auf Dauer kostet das wahrscheinlich mehr Energie als Du denkst.

Immer wieder das gleiche Ergebnis

Ein Problem klopft an die Tür,

Du öffnest und lässt es herein.

Du meinst, es schon zu gut zu kennen und holst die übliche Lösung aus der Schublade.

Auch dieses Mal zeigt sich das gleiche Ergebnis und so packst Du Deine Lösung wieder weg.

Nach einer Weile, je nach Problem, wird es dem Problem zu langweilig und es verkrümelt sich wieder für einige Zeit.

Natürlich nicht, ohne zu rufen „Hasta la vista, baby!“ oder „See you later, alligator!“ oder „Wir sehen uns!“, je nach sprachlicher Vorliebe.

Ein ewiger Kreislauf entsteht

Und so entsteht ein lustiger – je nach Sichtweise auch ein eher trauriger – Kreislauf.

Das Problem klopft an und wird hereingelassen,

Die Lösung springt fast schon von allein aus der Schublade.

Es entsteht ein kurzer Ringkampf mit dem Ergebnis, dass jedes Mal das Problem gewinnt.

Das Problem verschwindet wieder für eine Weile.

Das wiederholt sich jetzt immer wieder, weil wir ja im Energiesparmodus unseres Gehirns gefangen sind.

Und nicht nur das.

Auch ein Sicherheitsmodus wird eingeschaltet

Gleichzeitig schaltet unser Gehirn auch in einen Erhaltungsmodus für die derzeitigen Zustand.

Ein Sicherheitsmodus, der zur Erhaltung des Status Quo dient.

Denn das Gehirn will nicht nur Energie sparen, sondern auch alles beim scheinbar bewährten Alten belassen.

Bloß keine größere Veränderung anstoßen, das könnte in Arbeit ausarten!

Außerdem besteht die Gefahr, dass das System dann die Kontrolle und damit die gefühlte Sicherheit verliert.

Dieses Risiko möchte das Gehirn auf keinen Fall eingehen.

Die Scheinkämpfe bleiben bestehen

Daher bleiben wir im sicheren Erhaltungsmodus und sparen Energie.

In diesem Zustand können Problem und Lösung sich verbrüdern und weiterhin ihre Scheinkämpfe austragen.

Für uns fühlt sich das allerdings echt an und je nach Problemlage auch bedrohlich.

So kannst Du vorgehen, um den Kreislauf zu unterbrechen

Wenn Du den Kreislauf unterbrechen und eine echte Lösung für ein Problem finden möchtest, kannst Du folgendermaßen vorgehen.

Damit kannst Du es schaffen, das Spiel Deines Gehirns zu durchschauen und bekommst die Chance, das Problem auf Deine Weise zu lösen.

Am Anfang beobachtest Du ganz in Ruhe, wie sich der Kampf zwischen Problem und Lösung entwickelt.

Dabei schaust Du Dir an, wie das Problem entsteht, zu welchem Zeitpunkt es an die Tür klopft und wann Du es hereinlässt.

Eventuell wird Dich überraschen, wie vorhersehbar der Ablauf jeweils ist.

Du beobachtest Schritt für Schritt

Dann beobachtest Du weiter:

Die bisherige Lösung kommt zum Einsatz.

Wann genau holst Du sie aus der Schublade, gibt es zeitliche oder andere Auslöser dafür?

Wie wendest Du die Lösung an?

Jedes Mal genau gleich, oder gibt es Abweichungen, die möglicherweise kleine Veränderungen im Ergebnis bringen?

Die ersten Durchgänge werden vermutlich genau nach dem Willen Deines Gehirns ablaufen.

Schließlich hat es diesen Kreislauf sehr gut eingeübt und er läuft ganz automatisch im Energiesparmodus und Sicherheitsmodus ab.

Merkst Du, wie elegant Dein Gehirn sich das ausgedacht hat?

Eine neue Lösung steigt in den Ring

Nach einer Weile des Beobachtens und Kennenlernens des Ablaufes kommt Dein Einsatz.

Anstatt die Schublade mit der üblichen Lösung zu öffen, versuchst Du etwas völlig Neues.

Etwas noch nie Dagewesenes!

Dein Gehirn und das Problem sind verwirrt und wehren sich gegen diese neue Wendung.

Falls Du den neuen Lösungsversuch jedoch fest genug in der Hand hältst, kannst Du ihn auf das Problem loslassen und beobachten, was passiert.

Kreativ testest Du die Lösungskandidaten

Vielleicht hat das Problem leichtes Spiel und freut sich, dass Du scheinbar den bisherigen Lösungsgegner gegen ein Leichtgewicht ausgetauscht hast.

Dann ist für Dich klar:

Diese neue Lösung war nicht die richtige.

Jetzt darfst Du jedes Mal, wenn das Problem anklopft, eine neue Lösung in den Ring steigen lassen.

Und zwar so lange, bis das Problem sich geschlagen gibt.

Du nimmst es da mit einem mächtigen Gegner auf.

Aber sobald Du auf den Geschmack gekommen bist, auch hier Deine Kreativität einzusetzen, wird es Dir sogar Spaß machen, einen würdigen Gegner für das Problem zu finden.

Einen, der das Problem sogar besiegen kann!

Ich wünsche Dir ein glückliches Händchen beim Finden passender Lösungskandidaten.

Alles Liebe

Claudia

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