Glückskäfer

Heute habe ich mindestens 20 Marienkäfer fliegen sehen und einige davon landeten sogar auf meinem Fensterbrett.

Falls ich eine Erinnerung brauchen würde, wieviel Glück ich gerade habe, hätten sie mit ihren Flugkünsten hervorragende Arbeit geleistet.

Die kleinen, kugelig gepunkteten Gesellen sind wirklich herzallerliebst anzusehen.

Jedes Mal zaubern sie uns Menschen ein Lächeln ins Gesicht, wenn sie durch unser Leben fliegen oder krabbeln.

Sie wirken so herrlich geschäftig und bemüht, immer auf dem Weg von irgendwo nach nirgendwo.

Zumindest erschließt sich uns das Ziel ihrer Bemühungen nicht sofort.

Zur Zeit sind sie wohl auf der Suche nach einem geeigneten Quartier für Herbst und Winter, denn langsam werden die Nächte kalt und es wird ungemütlich in unseren Gärten.

Umso netter von ihnen, dass sie doch noch einige Pirouetten drehen und waghalsige Flugmanöver vor unseren Fenstern zeigen.

Ganz so, als ob sie uns zurufen wollten:

„Genießt die letzten angenehmen Tage, bevor der Frost kommt!“ und

„Freut Euch des Lebens!“

Bist Du im Alltag gefangen?

Wie sehr bist Du im Moment in Deinem Alltag gefangen?

Hast Du Zeit und einen Blick dafür, wie schön sich der Herbst mit seinen vielfältigen Farben draußen präsentiert?

Oder bist Du so eingespannt in Dein Arbeits- und Beziehungsleben, dass Du gerade so den Tag überstehst?

Studien haben gezeigt, dass zwischen 50 bis 75 % aller Erkrankungen durch Stress entstehen.

Gerne versuchen uns Forscher zu sagen, dass es dabei einen Unterschied zwischen negativem und positivem Stress gibt.

Das ist auch richtig, denn unter negativem Stress leiden wir nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.

Positiver Stress hingegen kann uns aufgrund des Sinns, den wir hinter ihm erkennen, sogar seelisch aufbauen.

Beide Stressarten wirken sich allerdings eher negativ auf den Körper aus.

Für ein hohes Stressniveau zahlst Du einen hohen Preis

Das kann schon damit beginnen, dass Du nicht mehr gut schlafen kannst.

Deine Laune sinkt, Deine Konzentrationsfähigkeit ebenso, Fehler schleichen sich ein.

Das zieht eine ganze Reihe von weiteren unangenehmen Folgen nach sich und kann – wenn Du Dein Stressniveau auf Dauer viel zu hoch hältst – mit einem Burnout enden.

Gerade Frauen – und oft besonders die Mütter unter ihnen – sind unheimlich stolz darauf, wie viel Stress sie aushalten können.

Sie haben alles unter Kontrolle:

Die Versorgung von Familie und Haushalt, die Arbeit, die sozialen Engagements und Kontakte, ihre Hobbies, Einkäufe, Sport.

Falls Du auch so eine starke Frau bist, beglückwünsche ich Dich zunächst einmal zu so viel Durchhaltevermögen.

Dein Körper gibt Dir Warnsignale

Das geht recht lange gut, und zwar so lange, bis es nicht mehr gut geht.

Klingt simpel, und das ist es auch.

Es könnte in etwa so ablaufen:

Irgendwann schleicht es sich an.

Ein Gefühl, das Du nicht deuten kannst.

Plötzlich hast Du den Eindruck, dass Du Dich unbedingt setzen musst, weil Dir sonst schwindlig wird.

Du spürst, wie Dein Herz anfängt zu rasen und Du bekommst scheinbar zu wenig Luft.

Je nachdem, wie gut Du Dich selbst beruhigen kannst, atmest Du jetzt bewusst langsamer ein und aus, bis das Gefühl nach und nach wieder verschwindet.

Oder Du atmest schneller und schneller, bis Dir tatsächlich schwindlig wird und Du Dich hinlegen musst.

Nach einer Weile geht auch dann das Gefühl weg und Du überlegst, ob Du vielleicht etwas Falsches gegessen oder zu wenig Wasser getrunken hast.

Was auch immer das war, es hat sich überhaupt nicht gut angefühlt.

Innehalten und eine Pause einlegen

Wenn Du ein solch eindeutiges Zeichen Deines Körpers erhältst, ist es an der Zeit, innezuhalten.

Überlege Dir, was Du alles auf Deiner To-Do-Liste stehen hast und wie sehr Du in letzter Zeit gefordert warst.

Eine solche Reaktion zeigt eindeutig, dass Du Dir zu viel abverlangt hast.

Und ja, es ist eine Warnung, dass Du Dein Pensum überdenken solltest.

Kannst Du in nächster Zeit einige Deiner Vorhaben verschieben oder jemand anderen damit beauftragen, sie für Dich zu erledigen?

Je früher Du auf Deinen Körper hörst, desto schneller wirst Du wieder in der Lage sein, Deinen Alltag zu meistern.

Vielleicht denkst Du, dass Du Dich so schnell nicht aus der Kurve schleudern lässt.

Doch ich kann Dir nur ans Herz legen, solche oder ähnliche Körpersignale ernst zu nehmen.

Stress auf Dauer ist eine Belastung, auch wenn Du zu den besonders zähen und widerstandsfähigen Frauen gehörst.

Pass gut auf Dich auf und nimm Dir jeden Tag Zeit für eine kleine Pause.

Dein Körper – und Deine Seele – werden es Dir danken.

Alles Liebe

Claudia

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