Intelligentes Energiemanagement für Introvertierte

Energie

Wenn der Akku leer ist, leuchtet die Taschenlampe nicht mehr und das Smartphone schaltet sich aus.

Genauso ist es bei uns Introvertierten auch:

Sobald die Energieanzeige unseres Akkus nur noch einen Balken zeigt oder gar im roten Bereich angekommen ist, wird es höchste Zeit, uns wieder aufzuladen.

Gefährlich wird es, wenn ein Akku tiefentladen ist

Dann dauert es umso länger, bis er wieder geladen ist und er verliert teilweise sogar seine Fähigkeit, die gleiche Leistung zu bringen wie vorher.

Wikipedia definiert Tiefentladung so:

„Unter Tiefentladung eines Akkumulators versteht man den Zustand nach Stromentnahme bis zur nahezu vollständigen Erschöpfung der Kapazität bzw. bis unter eine bestimmte Spannung.

Da Tiefentladungen schädlich für den Akkumulator sein können, sollten sie nach Möglichkeit vermieden und der Akkumulator davor geschützt werden.“

Dein niedriger Energiestand lockt Probleme an

Das lässt sich 1:1 auf uns übertragen.

Wenn wir trotz der Warnsignale mit unserem nahezu leeren Akku weitermachen, lockt das auf Dauer Probleme an, die wir lieber nicht hätten:

Sie schleichen sich an in Form von Einschlafprobleme, nächtlichem Aufwachen und Herumwälzen oder viel zu frühem Aufwachen und in der Folge Schläfrigkeit tagsüber.

Jetzt klopfen auch noch Dünnhäutigkeit, fehlende Geduld, schlechte Laune und Überforderung an die Tür, kommen ungefragt herein und machen es sich bei uns gemütlich.

Maßnahme Nr. 1: Akku wieder auf ein Minimum aufladen

Gelingt es Dir jetzt, den Ernst der Lage zu erfassen, kannst Du effektive Gegenmaßnahmen ergreifen.

Du nimmst Dir einen Kalender zur Hand, ganz gleich ob digital oder in Papierform, und trägst Dir einen Zeitblock von 2 Stunden ein, am besten gleich für den heutigen Tag.

Das passt zeitlich nicht rein?

Überlege Dir, ob es tatsächlich eine Tiefentladung Deines Akkus wert ist, wenn Du etwas anderes an die erste Stelle setzt.

Je schneller Du Deinen Akku wieder auf ein Minimum auflädst, desto größer die Chance, dass Du in den nächsten Tagen wieder gut schläfst und allen Herausforderungen gewachsen bist.

Und nein, diese Vorgehensweise ist nicht optional, sondern obligatorisch.

Maßnahme Nr. 2: Regelmäßige Aufladezeiten einplanen

Sollte Dein Kalender heute wirklich kein Plätzchen mehr frei haben, dann trage Dir einen Termin für einen der Folgetage ein.

Natürlich ist das nur eine Notfallmaßnahme, denn Du ahnst sicher selbst, dass so eine kurze Aufladephase nicht ausreicht.

Im nächsten Schritt darfst Du Dir einen Platz für einen längeren Aufladezeitraum aussuchen.

Das Wichtigste bei diesen Terminen ist, dass Du sie auf jeden Fall einhältst und sie möglichst regelmäßig einplanst.

Am besten wäre es, wenn Du jeden Tag eine gewisse Zeit als Aufladezeit vorsiehst.

Du kennst ja die Ansage im Flugzeug, dass Begleitpersonen von Kindern sich im Notfall die Sauerstoffmaske zuerst aufsetzen sollen, bevor sie ihren Kindern behilflich sind.

Tu es einfach!

Tipp:

Falls Du meinen kostenlosen Energiemanagement-Kalender noch nicht hast, kannst Du ihn hier anfordern *Klick*
Im Kalender kannst Du unter anderem auch Aufladephasen für Deinen Akku einplanen.

Bei der Gelegenheit wirst Du feststellen, dass sich die ungebetenen Gäste Dünnhäutigkeit, fehlende Geduld, schlechte Laune und Überforderung auf einmal ganz von alleine den Weg zur Tür finden und sich verabschieden.

Mit einem schiefen Grinsen sie sagen zwar „Bis ganz bald wieder!“, aber Du hast ja andere Pläne und wirst ein Auge darauf haben, dass sie so schnell nicht wiederkommen.

Vor allem unangemeldet und ohne Einladung!

Maßnahme Nr. 3: Erkläre Deinem Umfeld, dass Du Aufladen musst, um gesund zu bleiben

Hilfreich ist es, wenn Du den Menschen in Deinem Leben erklärst, dass Du manchmal eben Rückzugsmöglichkeiten brauchst, um Deine Energie wieder aufzuladen.

Ein Vorurteil gegenüber uns Introvertierten ist, dass wir einfach zu empfindlich sind und uns sonderbar verhalten, weil wir uns in größeren Menschenansammlungen nicht wohlfühlen oder uns nach intensiver Interaktion mit einigen Menschen ausgelaugt fühlen.

Wir suchen uns diese „Befindlichkeiten“ nicht aus und manchmal wäre es uns auch lieber, wenn wir weniger Energie im Außen verlieren würden.

Umso wichtiger ist es, dass wir klar kommunizieren, dass wir die Menschen in unserem Leben lieben bzw. schätzen und dennoch unseren Rückzug brauchen, um unsere Aufgaben und Herausforderungen gut meistern und für sie da sein zu können.

Ist Dein Bewusstsein für Dein Energiemanagement einmal geschärft und auch in Deinem Umfeld vorhanden, wirst Du feststellen, dass Dir manche viel Dinge leichter fallen.

Dann schläfst Du auch wieder besser, kannst Dich besser konzentrieren und fühlst Dich längst nicht mehr so schnell überfordert.

Maßnahme Nr. 4: Ladezeiten von jetzt an als Priorität in Deinen Kalender eintragen

Als weiteren Tipp möchte ich Dir ans Herz legen, dass Du Dir Dein Energiemanagement von nun an offiziell in Deinen Kalender einträgst.

Schau Dir an, für wann ein größeres Projekt, Semsterarbeiten oder zum Beispiel auch Besuch von Freunden oder Familie geplant ist.

Trage Dir direkt im Anschluss an solche Zeiten immer gleich einige Zeitblöcke zum Aufladen Deines Akkus ein.

Du weißt ja, dass die ungebetenen Gäste Dünnhäutigkeit, fehlende Geduld, schlechte Laune und Überforderung schon darauf lauern, Dich wieder ungefragt zu besuchen.

Sei also vorbereitet und öffne ihnen erst gar nicht die Tür!

Ja, es gibt immer Phasen im Leben, da müssen wir auch mit leerem Akku funktionieren.

Allerdings ist es wichtig, dass wir unser Energiemanagement im Hinterkopf behalten.

Wir sind in der Lage – und viele von uns tun das tage-, wochen- und monatelang – mit leerem Akku zu laufen, allerdings zahlen wir dafür einen hohen Preis.

Solange wir uns dessen bewusst sind, dass wir immer wieder unsere Allein-Zeit für uns brauchen, wird es uns gelingen, zumindest Mini-Aufladezeiten in unseren Alltag einzubauen.

Hast Du schon Ideen, wie Deine Mini-Aufladezeit aussehen könnte?

Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn gerne auf Facebook.

Dort kannst Du mir auch viel leichter einen Kommentar hinterlassen:

Welche Rituale hast Du für Dich gefunden, die Dir helfen, wenigstens kurz durchzuatmen und ein wenig Energie zu tanken?

Alles Liebe

Claudia

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.