Klare Gedanken mit 5 einfachen Strategien

Gedanken

Besonders wenn Du introvertiert bist, tummeln sich in Deinem Kopf wahrscheinlich mehr Gedanken, als Du Platz für sie hast.

Wie bei einer Party, bei der die Gastgeberin aus Versehen all ihre 1.000 Facebook Freunde eingeladen hat.

Es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen und nicht nur willkommene Gäste finden sich ein.

Öfter als Dir lieb ist, schauen auch mal unerwünschte und uneingeladene Gäste vorbei, die aufgrund Deiner offenen Haustüre einfach mal hereinschneien.

Zum Glück gibt ein paar hilfreiche Strategien, wie Du die Gedankenparty wirksam auflösen kannst.

Danach kannst Du in Ruhe durchatmen und Dich nur noch mit ausgewählten Gedankengästen beschäftigen, für die Du Dir gerne Zeit nimmst.

Strategie 1: Komm in Bewegung…

…am besten an der frischen Luft. Nimm all die Gedankengäste mit zum Joggen oder auf einen Spaziergang und richte Deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf die Umgebung.

Du merkst mit der Zeit, dass viele der ungebetenen Gedankengäste regelrechte Bewegungsmuffel sind und daher zurückbleiben oder in eine andere Richtung abbiegen.

Es macht richtig Spaß, wenn Du Dir die Gedankenmeute am Anfang bildlich vorstellst und während der Zeit draußen merkst, wie sie sich immer mehr auflöst.

An Deiner Seite finden sich nach einer Weile nur noch wenige Gäste und als Du nach Hause kommst, bist Du total erleichtert, dass Du die Meute so einfach abschütteln konntest.

Strategie 2: Ausreichend Schlaf

Du selbst weißt wahrscheinlich recht genau, wieviel Schlaf Du im Durchschnitt brauchst, um am nächsten Tag fit zu sein.

Sehr oft gehen wir allerdings über unsere Grenzen hinaus und bleiben länger auf, weil wir eben noch diese eine Sache erledigen, das Kapitel im aktuellen Buch zu Ende lesen oder dieses kurze Video auf Youtube anschauen wollen.

Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dich an eine mini Schlaf-Challenge von einer Woche heranwagst.

Wenn Du es schaffst, Deine jeweils für Dich passende, perfekte Schlafdauer pro Nacht für eine Woche am Stück einzuhalten, wirst Du die Belohnung in Form von einem klaren Kopf und strukturierterem Denken erhalten.

Nebenbei fühlst Du Dich auch körperlich ausgeruhter und Deine Laune steigt.

Strategie 3: Beobachte Deinen Atem

Eine der angenehmsten Nebenwirkungen von bewusstem Atmen ist, dass sich die Geschwindigkeit, mit der neue Gedanken in Deinem Kopf auftauchen, verlangsamt.

Der Gedankenstrom-Newsticker, der Deine Festplatte sonst so oft mit Gedanken im Minutentakt vollschreibt, fährt seine Übertragungsrate runter und die Wörter fliegen nicht mehr nur vorbei.

Du kannst sogar eine gewisse Ordnung in Deinen Gedanken erkennen.

Komm immer wieder zu Deinem Atem zurück und Du spürst förmlich, wie die Leitung immer weniger Bits und Bytes überträgt.

Strategie 4: Schreibe Deine Gedanken auf

All die Dinge, die ständig ins Rampenlicht auf Deiner inneren Gedankenbühne drängen, wollen gesehen werden.

Sie ahnen, dass sie bei der Fülle der Darsteller, die sich um Deine Aufmerksamkeit streiten, keine große Chance haben, wahrgenommen zu werden.

Deshalb versuchen die nachkommenden Gedanken, die ihnen vorausgehenden von der Bühne zu schubsen.

Manche Darsteller fallen von der Bühne und werden nie wieder gesehen.

Andere sind penetrant und klettern erneut in den Lichtkegel, um sich an den Schubsern zu rächen und versetzen ihnen jetzt ihrerseits einen kräftigen Stoß.

Bevor das Chaos endgültig ausbricht, setzt Du Dich hin und schreibst die Gedankendarsteller auf. Du drückst ihnen damit sozusagen einen Bewerbungsbogen in die Hand.

Einige Gedanken werden sofort in To-Dos umgewandelt und landen auf der passenden Liste.

Manche Gedanken kommen auf eine Ideenliste, wo sie auf ihren Einsatz warten dürfen.

Viele Gedanken werden aussortiert, weil sie außer Nörgelei und Ausbremsen nichts im Repertoire haben, wofür es sich lohnen würde, ihnen eine Rolle in Deinem Leben zu geben.

Sobald Du die Gedankendarsteller auf Papier gebannt hast, wird es ruhiger und Deine Gedankenbühne ist jetzt wieder frei für ein Stück, das Du Dir bewusst ansehen willst.

Strategie 5: Triff Entscheidungen

Diese Strategie hängt eng mit der vorigen zusammen.

Sei entscheidungsfreudig und teile Deine Gedanken in die Gruppen „verwerfen“, „näher drüber nachdenken“ oder „da mach ich was draus“ ein.

Jetzt werden sich manche Gedanken schneller von der Gedankenbühne verabschieden, weil sie ein klares Signal von Dir bekommen, in welche der Bewerbergruppen sie einsortiert oder ob sie sogar aussortiert werden.

Natürlich wird auch ein Kandidat mit dem Etikett „verwerfen“ es ab und zu noch einmal versuchen, doch noch eine der begehrten Rollen in Deinem Leben zu ergattern.

Wenn Du aber klar entscheidest, stehen die Chancen gut, dass Du Deine Botschaft eindeutig überbringst und die aussortierten Gedanken sich zumindest eine Weile an das Auftrittsverbot halten.

Hab gerne Mitgefühl für die Kandidaten, die es nicht gleich beim ersten Mal verstehen, dass Du es ernst meinst mit Deiner Entscheidung.

Ich wünsche Dir jetzt viel Erfolg bei der Anwendung der Strategien!

Alles Liebe

Claudia

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