Kraftquelle Selbstverantwortung

selbstverantwortung

Als introvertierter Mensch kannst Du wahrscheinlich ein Liedchen davon singen, wie schnell Dir an manchen Tagen Deine Kraft abhandenkommt.

Heute möchte ich Dich zu der Sichtweise einladen, dass bewusst praktizierte Selbstverantwortung als Kraftquelle dienen kann.

Und diese Quelle sprudelt so kraftvoll, dass Du in Zukunft eventuell einige energiearme Tage weniger erleben könntest.

Statische Etiketten versus Selbstverantwortung

Wie alle Konzepte und Erklärungsmodelle in unserem Leben hat auch das Etikett „introvertiert“ etwas Statisches an sich.

Einmal introvertiert, immer introvertiert.

Als introvertierter Mensch handle ich eben so oder so und nicht auf eine andere Weise.

Das stimmt auch.

Bis zu einem gewissen Punkt.

Und dieser Punkt, auf den ich hinauswill, ist die Selbstverantwortung.

Selbstverantwortung harmoniert mit Introversion

Damit wird jetzt nicht alles hinfällig, was ich an anderer Stelle schon über unsere introvertierten Eigenheiten, unser Energiemanagement oder unsere Herausforderungen geschrieben habe.

Im Gegenteil, denn ich finde, dass Selbstverantwortung etwas ist, das wunderbar mit unserer introvertierten Art harmoniert.

Laut der introvertierten Denkschablone mögen wir das tiefe Nachdenken und Ergründen der Dinge, die uns im Leben begegnen.

Durch diese Reflektion unserer Erfahrungen und Gedanken kommen wir dann zu dem ein oder anderen Schluss.

Achtung, Denkschablonen!

Sobald der Schluss jedoch darin besteht, eine feste Denkschablone daraus zu fertigen, der wir von nun an in unserem Leben unbesehen folgen, ist der Spaß vorbei.

Dann unterwerfen wir uns – meistens ganz unbewusst – unserem selbst auferlegten Denkschablonen-Diktat.

Das kann dann so aussehen, dass wir uns sagen „Wenn ich auf eine Party gehen muss, empfinde ich das als höchst anstrengend und möchte so schnell wie möglich wieder nach Hause!“.

Ja, das ist manchmal wirklich so, solche Tage gibt es.

Aber diese Denkschablone schränkt Dich ein, denn Du gehst unbewusst davon aus, dass Du keine Party wirst je genießen können.

Selbst dann nicht, wenn lauter nette Leute dort sind, mit denen Du tiefe Gespräche führen könntest.

Oder wenn die Musik, das Essen und die Umgebung ganz Deinem Geschmack entspricht.

Die Denkschablone führt dazu, dass Du Dir Deinen Erlebnishorizont von vornherein einschränkst, weil Du gar nicht mit einem schönen Erlebnis rechnest.

Verantwortung versus Selbstverantwortung

Kommen wir jetzt zu der Selbstverantwortung.

Sobald Du die Verantwortung auf jemanden oder etwas außerhalb von Dir verlagerst, gibst Du Deine Selbstverantwortung ab.

Dann sind die Umstände, andere Menschen, Gerüche, Geräusche oder Umweltbedingungen jeder Art dafür verantwortlich, dass Du Dich so fühlst, wie Du gerade fühlst.

Ganz gleich ob positiv oder negativ:

Die Verantwortung trägt jemand oder etwas außerhalb von Dir.

Und damit hast Du Dich aus Deiner Selbstverantwortung verabschiedet.

Du hast den Schlüssel dafür, wie Du auf Situationen, Erfahrungen oder Menschen antwortest, nach außen abgegeben.

Mit dem Abgeben der Verantwortung verlierst Du an Kraft

Deine Energie verbraucht sich schneller.

Du bist im Reaktionsmodus, statt den Moment zu gestalten.

Dafür kannst Du nichts, denn das ist oft die erlernte Art, wie Du mit den Herausforderungen des Lebens umgehst.

Sobald Du das allerdings erkannt hast, kannst Du Dir die Selbstverantwortung wieder zurückholen.

Dafür triffst Du einfach die Entscheidung, dass Du für alles, was Dich betrifft, ab jetzt die Verantwortung übernimmst.

Selbstverantwortung als Art, wie Du auf Herausforderungen antwortest

Das bedeutet nicht, dass Du selbst schuld bist, wenn Du zum Beispiel krank wirst.

Es bedeutet, dass Du dafür verantwortlich bist, wie Du mit Deiner Krankheit umgehen wirst.

Selbstverantwortung wird dann für Dich zur Kraftquelle.

Du spürst, dass Du Dich den Umständen nicht mehr so ausgeliefert fühlst.

Deine Kraftquelle Selbstverantwortung speist sich aus hilfreichen Handlungen.

Indem Du Dich zum Beispiel selbst über Heilungsmöglichkeiten für Deine Krankheit informierst.

Oder Du recherchierst Dinge, über die Du genauer Bescheid wissen willst.

Deine Kraftquelle wächst, je mehr Selbstverantwortung Du übernimmst

Du bemerkst, wie viel Rückenwind allein daraus erwächst, dass Dir Deine Selbstverantwortung Vertrauen in Dich selbst schenkt.

Du wirst Dein eigener Fels in der Brandung, auf den Du Dich jederzeit verlassen kannst.

Du legst Deine Denkschablonen nach und nach beiseite und lässt neue Erkenntnisse und Erfahrungen zu.

Das lässt Dich stärker werden und Du lernst mit der Zeit, Deine Selbstverantwortung als Kraftquelle zu nutzen.

Und das können gerade wir Introvertierten sehr gut brauchen.

Vielleicht möchtest Du es einmal ausprobieren und der Selbstverantwortung in Deinem Leben mehr Raum geben?

Alles Liebe

Claudia

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