Krise als Chance

Chance

In der Veränderung liegt die Chance

In diesen Tagen wird uns eine Sache sehr deutlich vor Augen geführt: Nichts ist sicher und alles verändert sich permanent.

Beides kann uns Angst machen, besonders weil wir Menschen uns gerne sicher aufgehoben wissen wollen.

Gleichzeitig brauchen wir das Gefühl, eine Chance zu haben. Und dass wir zumindest teilweise die Kontrolle über unser Leben haben.

Im Laufe der Menschheitsentwicklung haben wir uns immer stärker mit einer Illusion von Sicherheit und Kontrolle identifiziert.

Obwohl wir regelmäßig vom Gegenteil überzeugt werden und als Menschen eben nicht die Kontrolle über unseren Planeten und unser Leben in der Hand haben, halten wir an diesem Glauben fest.

Und das ist so gut zu verstehen!

Wir wollen wissen, wohin der Weg führt

Wir alle sehnen uns danach zu wissen, was uns bevorsteht. Wie wir uns in Sicherheit bringen und dauerhaft dort bleiben können.

Wir wollen die Kontrolle über unsere Gesundheit, das Wetter, andere Menschen, unser Sonnensystem und die Zeit haben.

Das ermöglicht uns ein Gefühl des Geborgenseins im Kosmos und innerhalb der Menschheit.

Wir sind so oft überrascht von der Entwicklung auf unserem Planeten, wenn es Katastrophen aller Art zu beobachten gibt, die uns mehr oder weniger direkt betreffen, je nachdem, wo auf der Erde wir uns gerade befinden.

Unsere fragile Sicherheit

Die derzeitige Pandemie mit einem Virus führt uns vor Augen, wie fragil unsere Weltgemeinschaft ist.

Auch wenn wir uns gegenseitig immer wieder versichern, dass wir an einem Strang ziehen müssen, wird in dieser Krise klar, dass wir Menschen eben nicht allen anderen gegenüber wohlgesinnt sind.

Aus stammesgeschichtlicher Sicht ist das verständlich, denn es gab schon immer viele verschiedene Menschengruppen, die miteinander in Konkurrenz um verfügbare Ressourcen gestanden haben.

Wir dürfen uns allerdings die Frage stellen, wie wir dazulernen können.

Damit wir keine weiteren Rückschritte machen auf die Stufe des Gegeneinanders.

In eine dunklere Welt, in der ein vermeintlich Stärkerer oder auf andere Weise besser Gestellter eher überlebt als sein Nachbar.

Nur weil er nicht das Glück hatte, in eine Zivilisation hineingeboren worden zu sein, in dem alles im Überfluss vorhanden ist.

Ein Virus verändert die Welt

Bemerkenswert ist, dass wir noch nicht einmal für uns selbst vorhersagen können, wie wir in einer Krise reagieren.

In den Nachrichten der letzten Wochen lesen wir, dass wir als Angehörige der Weltgemeinschaft schon einiges richtig machen und in Krisenzeiten durchaus zusammenwachsen können.

Auch das Gegenteil findet sich in den Nachrichten.

Es gibt diesen Spruch, dass es doch keinen interessiert, wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Mittlerweile wissen wir, dass es uns sehr wohl interessieren sollte.

Zumal ein winzig kleines Virus, das noch nicht einmal die Größe eines Reiskornes hat, die Macht zu solch weltweiten Auswirkungen haben kann.

Die Menschheit ist eng verbunden

Dieses Virus zeigt uns, dass wir mittlerweile so eng miteinander als Menschengemeinschaft auf der Erde verbunden sind, dass es immer eine Auswirkung haben kann, wie jeder Einzelne von uns sich verhält.

Es ist uns klar, dass eine einzige Ansteckung, ein einziger Text, eine einzige Nachricht reicht, um viral zu gehen und wirklich jeden Ort der Erde zu erreichen.

Wenn wir es schaffen, diese Tatsache zum Guten zu nutzen, gibt es noch Hoffnung für die Menschheit.

Es wäre so schön…

…wenn wir unsere Worte bedenken, bevor sie unseren Mund verlassen.

Wenn wir uns vorher überlegen, wie wir handeln können, damit wir anderen kein Leid zufügen oder auf ihre Kosten leben.

Wenn wir uns auf ein Miteinander ausrichten, statt zu schauen, wie wir das Beste für uns aus einer Situation herausholen.

Wenn wir liebevoll handeln und unser Mitgefühl auch in Taten zeigen, um die Gemeinschaft der Menschen auf der ganzen Welt zu unterstützen.

Wenn wir dazu beitragen würden, einander Vertrauen und – wo immer möglich – die Sicherheit und Geborgenheit innerhalb der Menschheit auf unserem Planeten zu schenken.

…damit wir für zukünftige Krisen wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können

Einfach, weil wir verstanden haben, dass wir Teil der großen Menschenfamilie sind und aufeinander aufpassen wollen.

Weil wir über uns als Spezies hinauswachsen und das gegenseitige Konkurrieren und Belauern sein lassen, um dauerhaft in Frieden und Freiheit leben zu können.

Krisen wie diese können eine Chance sein, uns auf unser Miteinander zu besinnen. Wie spannend, dass auch diese Begriffe etwas mit China zu tun haben.

Das chinesische Schriftzeichen für Krise kann auch mit Chance übersetzt werden. Wie sehr das gerade jetzt auf unsere Situation passt!

Was würdest Du Dir von uns als Menschheit wünschen?

Wohin dürfen wir uns Deiner Meinung nach entwickeln, um für die Zukunft ein liebevolleres Miteinander zu schaffen?

Schreibe mir gerne einen Kommentar!

Alles Liebe

Claudia

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