Was Schäfchenzählen mit Gedankenbeobachtung zu tun hat

schäfchen

Du hast bestimmt schon einmal Schäfchen gezählt, um einschlafen zu können, oder?

Kannst Du sie Dir dann so richtig bildlich vorstellen, indem Du sie durch ein Gatter am Zaun gehen lässt, eins nach dem anderen?

Beim Schäfchenzählen wird manchmal empfohlen, dass Du die Schafe über eine kleine Mauer springen lässt, die rund um die Weide führt.

Mir kam das immer sehr anstrengend für die Schafe vor. Ich habe mir Sorgen gemacht, ob sie nicht mit ihren Füßen hängenbleiben und hinfallen.

Deshalb finde ich die Variante mit dem Gatter viel sicherer für die Schafe und sie geht auch mit viel mehr Ruhe einher.

Womit Du Deine Schäfchenherde noch beschäftigen kannst

Heute möchte ich Dir noch eine andere Art vorschlagen, wie Du Deine Schäfchen unterhalten kannst

Sie dürfen den ihnen bekannten Weg durch das Gatter gehen und dabei bekommen sie noch jeweils einen Gast auf ihren kuscheligen Rücken gesetzt: Deinen Gedanken!

Wenn Du Dich in einer stressigen Situation befindest und sich Dein Gedankenkarussell so richtig schnell dreht, stellst Du Dir einen Ausflug zu Deiner magischen Schäfchenweide vor. 

Du schaust Dir Deine Schäfchen an und sie blicken aufmerksam zu Dir herüber.

Sie sind schon gespannt, welche Gäste Du ihnen heute in das Fell setzt.

Für sie ist es eine angenehme Ablenkung vom alltäglichen Leben auf der Weide.

Du suchst den ersten Gedanken aus

Zuerst fängst Du an, Deine Gedanken zu beobachten. Sobald Du einen klar zu fassen bekommst, setzt Du ihn auf das erste Schäfchen, das schon ungeduldig am Gatter wartet.

Du öffnest die Tür und das Schäfchen läuft los, samt Deinem Gedanken.

Der nächste Gedanke wartet schon und Du setzt ihn auf Schäfchen Nummer Zwei.

So machst Du eine Weile weiter, bis Du merkst, dass die Gedanken weniger werden.

Da es jedoch weder an Gedanken noch an Trageschäfchen mangelt, kannst Du die Schäfchen so lange weiter mit Deinen Gedanken bepacken, wie Du es brauchst.

Jetzt achtest Du auf die Pause zwischen den Gedanken

Anfangs bist Du noch so mit dem Gedanken-auf-das-Schäfchen-Setzen beschäftigt, dass Du wahrscheinlich nichts anderes wahrnimmst.

Wenn Du in der Zwischenzeit einmal eine Pause zwischen Deinen Gedanken wahrnimmst, kannst Du die Szenerie auf Dich wirken lassen:

Auf der einen Seite stehen die Schäfchen der Weide am Gatter an, weil sie auch drankommen wollen mit Gedankentragen.

Auf der anderen Seite siehst Du die lange Karawane an Schäfchen mit Deinen Gedanken auf ihren Rücken davonspazieren.

Dabei geht es sehr friedlich und ruhig zu, so dass Du gar nicht anders kannst, als Dich nach und nach zu beruhigen.

Du fragst Dich: Wo gehen die Schäfchen denn hin?

Auch das ist ein Gedanke, der auf dem nächsten Schäfchen Platz nehmen darf.

Aber jetzt, während Du Dir diese Anleitung durchliest, kann ich es Dir ja verraten: Sie laufen, so weit sie Lust haben.

Manchen macht es Spaß, eine kurze Runde zu laufen und den Gedanken wieder absteigen zu lassen.

Das merkst Du daran, dass der gleiche Gedanke sich in kürzeren Abständen mehrmals zu einer Reise mit einem Deiner Schäfchen anstellt.

Andere machen sich auf einen langen Weg und verlieren den Gedanken unterwegs, so dass er für immer verschwunden bleibt.

Diese Schäfchen-Visualisierung kannst Du dann für Dich einsetzen, wenn zu viele Gedanken auf Dich einstürmen und Du vom vielen Denken überfordert bist.

Die Gedanken stellen sich in einer Reihe auf

Was ich bemerkt habe:

Sogar die Gedanken stellen sich nach einer Weile brav in einer Reihe an. Sie sehen, dass ihre Brüder und Schwestern vor ihnen auf diese netten kuscheligen Tierchen gesetzt werden und sich davonschaukeln lassen.

Das scheint ihnen spannender als dauerhaft im Karussell innerhalb Deines Neuronen-Netzwerks gefangen zu sein.

Du magst keine Schafe und findest die Vorstellung, Dich auf einer Weide draußen an der frischen Luft zu befinden, gar nicht anziehend?

Dann kannst Du Dir auch einfach vorstellen, dass Du die Gedanken auf die Wolken setzt, die gerade bei Dir am Himmel vorbeiziehen.

Deine Gedanken ordnen sich mit dieser Übung

Es kann auch vorkommen, dass ein Gedanke die Reise mit der Wolke so schön findet, dass er abspringt und wieder bei Dir ins Gedankenkarussell einsteigt, um noch einmal auf eine Wolke gesetzt zu werden.

Da Du über die magische Schäfchenherde und unendlich viele Wolken am Himmel verfügst, ist das kein Problem für Dich.

Du kannst diese Übung immer dann nutzen, wenn Du gerade ein wenig Ruhe und Ordnung in Deinen Gedanken brauchen kannst.

So stellen sie sich nach einer Weile des Übens immer öfter in einer Reihe auf und Dir wird nicht mehr so leicht schlecht vor lauter Gedankenkarussell-Fahren.

Ich wünsche Dir viel Freude beim Ausprobieren, Deine Gedanken auf die Reise zu schicken!

Alles Liebe

Claudia

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