Mehr Energie durch Auflösen des Widerstands gegen negative Gedanken

Widerstand

Widerstand ist anstrengend

Besonders, wenn Du im Widerstand gegen Deine eigenen Gedanken bist, kostet Dich das unheimlich viel Energie.

Da wir als Introvertierte sowieso schon mit einem knappen Kontingent an Energie kalkulieren dürfen, wirst Du es zu schätzen wissen, wenn Du einen Teil Deiner Energie allein dadurch behältst, indem Du Deinen Widerstand gegen negative Gedanken auflöst.

Das klingt jetzt erst einmal sehr einfach und dennoch sind die simpelsten Dinge oft die schwierigsten in der Umsetzung.

Wenn Du Dir Ratgeberliteratur zum Thema positives Denken oder Glück anschaust, wird Dir auffallen, dass es immer mehr davon zu geben scheint.

Diese Bücher werden sehr gerne gekauft, verschenkt oder auch als Hörbücher gehört. Jedes Jahr kommen unzählige Bücher dazu, die versprechen, uns jetzt endlich die Methode zu verraten, mit der wir lernen, für immer positiv zu denken.

Positiv denken für immer?

Nehmen wir einmal an, Du liest eines dieser Bücher zum positiven Denken.

Du lernst einige Werkzeuge kennen, mit denen Du Dich laut Autor*in sofort wieder in gute Laune versetzen kannst, sobald negative Gedanken aufkommen.

Am besten wirken solche Bücher, wenn Dein Gedankenwetter bei Lesestart schon in einem relativ guten Zustand ist.

Sonst könnte es durchaus passieren, dass Du das Buch spätestens nach dem ersten Kapitel in die Ecke wirfst.

Erstmal zeigt Dir das Buch, was Du alles falsch machst

Du bekommst nämlich öfter vor Augen geführt, wie FALSCH Du denkst und was Du alles VERBESSERN MUSST, wenn Du ENDLICH ein glücklicherer Mensch mit positiven Gedanken werden willst.

Das strengt schon beim Lesen an, außer Dein Gedankenwetter ist wie erwähnt bereits wolkenlos.

Dann empfindest Du die Tipps und Tricks eher als Bestätigung dessen, wonach Du Dich sowieso schon ausgerichtet hattest.

In Deinem wolkenlosen Gedankenwetter scheint die Sonne und der nächste negative Gedankenschauer ist für den Moment in weiter Ferne.

Wie lange hält positives Denken an?

Hast Du schon einmal beobachtet, wie lange so ein wolkenloses Gedankenwetter anhält? Einige Minuten, Stunden, Tage oder gar Wochen?
Monate oder gar Jahre zähle ich hier nicht als Option auf, da dies hier ja kein Science-Fiction Artikel werden soll.

Aus der Erfahrung als Mensch auf dieser Erde glaube ich für mich herausgefunden zu haben, dass dieses wolkenlose Gedankenwetter sich nie besonders lange hält.

Natürlich gibt es stabilere Schönwetterphasen, aber genauso kann es vorkommen, dass Aprilwetter herrscht und sich schönes mit unschönem Wetter in kürzeren Abständen zeigt.

Oje, schlechte Nachrichten

Kommen wir zurück zu den im Buch versprochenen Methoden, mit denen wir lernen können, nur noch positive Gedanken zu denken.

Der Autor setzt damit voraus, dass wir die vollkommene Kontrolle über unsere Gedankeninhalte haben.

Achtung, jetzt kommt die schlechte Nachricht:

Diese Kontrolle haben wir nicht und nein, das ist auch nicht lernbar. Wir können eventuell die Richtung unserer Gedanken beeinflussen, aber eben leider nicht kontrollieren.

Nun könntest Du Dich freuen, weil Du ab sofort keine Bücher mehr darüber lesen musst, wie Du positiv denken lernst. Vielleicht bist Du aber auch enttäuscht, weil Du gehofft hattest, dass ich Dir vielleicht doch eine neue Idee gebe, wie es dennoch gelingen könnte.

Allerdings hätte ich dann einen anderen Titel für diesen Artikel gewählt.

Im Titel verrate ich schon, was ich Dir tatsächlich vorschlagen möchte

Löse Deinen Widerstand gegen die negativen Gedanken auf. Die Chancen stehen gut, dass Du die Erfahrung machst, dass sich Dein Gedankenwetter auf ein im Durchschnitt wunderbar neutrales Gedankenwetter einspielt.

Es wird Schönwetter und Schlechtwetter geben. Sobald Du den Widerstand gegen das Aufkommen von negativen Gedanken aufgibst, wirst Du über mehr Energie verfügen, mit der Du Dich den täglichen Aufgaben Deines Lebens stellen kannst.

Ich möchte hier gerne noch kurz bekräftigen, dass ich überhaupt nichts gegen glückliche Gedanken habe, im Gegenteil!

Allerdings glaube ich, dass wir auch mit negativen Gedanken Glück erfahren können.

In einem der folgenden Blogartikel werde ich genauer unter die Lupe nehmen, was Glück alles bedeuten kann und ob es vielleicht eine gute Idee wäre, wenn wir dafür unsere ganz eigene Definition finden und auf unser Leben anwenden.

Eine Alternative: Bau die Widerstandsmauer ab

Anstatt also eine Art Widerstandsmauer gegen aufkommende negative Gedanken zu errichten, baust Du diese Mauer Stück für Stück ab, falls Du sie schon hochgezogen hast.

So eine Mauer hat nämlich die lästige Angewohnheit, dass sie ständig instand gehalten werden will, da sie nicht bröckeln möchte.

Diese Instandhaltung ist das, was Dir unheimlich viel Energie und Kraft abzieht, denn Du musst ja ständig auf der Lauer liegen und drohende negative Gedanken daran hindern, über Deine Mauer zu klettern.

Du bist dann nie so wirklich entspannt und auch das Glückliche-Gedanken-Denken gelingt Dir kaum ohne dauerhaftes Überwachen Deines Gedankenwetters.

Denn Du glaubst ja, die Mauer im Blick haben und darauf achten zu müssen, dass ja kein Negativgedanke des Weges kommt, der die Mauer zu überwinden versucht.

Wie gesagt, kostet Dich das einiges an Energie!

In nächster Zeit gehen wir in einem anderen Artikel noch näher ran und ich teile einige Ideen mit Dir, wie Du mit den negativen Gedanken umgehen kannst, wenn Du sie für Dich nutzen willst oder was sonst im Umgang mit ihnen hilfreich sein kann.

Ich hoffe, dass Du Dein Gedankenwetter schätzen kannst, auch wenn es gerade hagelt oder stürmt.

Denn eines ist genauso klar: Auch Schlechtwetterphasen weichen irgendwann wieder einer Schönwetterphase, es ist ein ständiges Kommen und Gehen.

Wenn Du lernen kannst, Deine Schön- und Schlechtwetterphasen in Deiner Gedankenwelt erst einmal zu akzeptieren, dann ist das schon mal ein wunderbarer erster Schritt.

Alles Liebe

Claudia

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