Nur Du allein entscheidest über Deine Motivation

Motivation

Vielleicht kannst Du die im Titel genannte Behauptung für Dich erst einmal nicht unterschreiben.

Schließlich wird uns von allen möglichen Motivationstrainern gesagt, dass wir sie brauchen, um endlich „in die Gänge zu kommen“.

Sie bringen uns mit allerlei Mittelchen bei, wie wir uns motivieren können.

Sei es mit Übungen, Leckerlis oder anderen Belohnungen.

Die Definition von Motivation

Manchmal besteht die Belohnung auch einfach darin, sich hinterher selbst auf die Schulter klopfen zu können.

Weil man sich anhand von außen kommender Motivation überlistet hat, eine bisher ungeliebte Aufgabe zu erledigen.

Denn das ist es, was laut Definition die Aufgabe von Motivation ist.

Hier gebe ich Dir einmal eine Definition, wie Du sie im Gabler Wirtschaftslexikon findest:

Motivation ist der Zustand einer Person, der sie dazu veranlasst, eine bestimmte Handlungsalternative auszuwählen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen und der dafür sorgt, dass diese Person ihr Verhalten hinsichtlich Richtung und Intensität beibehält. 

Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg

Von innen kommende Motivation ist nachhaltiger

Wie nachhaltig von außen kommende Motivationsmethoden sind, wurde schon oft erforscht.

Und immer wieder stoßen Wissenschaftler auf eine einfache wie erhellende Tatsache.

Sie lautet: Nur Motivation, die von innen kommt, hat die Chance, uns dauerhaft zum Handeln zu bewegen.

Vermutlich hast auch Du diese Tatsache schon an Dir selbst erleben dürfen. 

Du denkst, dass Du von einem Motivationstrainer oder Leckerlisversprecher dazu gebracht wurdest, Dich auf eine bestimmte Weise zu verhalten.

Von wem kommt denn jetzt die Motivation?

Wenn Du dann in Dich hineinhörst, stellst Du fest, dass Du es selbst warst, der die Motivation aufgebracht hat.

Motivationstrainer, Leckerlis, Belohnungen, sogar Bedrohungen und Vermeidungen funktionieren für eine Weile.

Doch wenn Du es nicht wirklich willst, wirst Du Dich nicht für die angestrebte Handlung entscheiden.

Ein wunderbares Beispiel dafür sind Kinder

Wenn ein Kind seine Hausaufgaben nicht machen möchte, ziehen die Eltern alle Register.

Von in Aussicht gestellten Belohnungen und Leckerlis geht es – je nach Länge des Geduldsfadens der Eltern – irgendwann mit Drohungen weiter.

„Wenn Du Deine Hausaufgaben nicht erledigst, darfst Du nicht an den Computer oder ans Smartphone.“ heißt es dann zum Beispiel.

Und jetzt kommt’s:

Falls das Kind nicht mitspielt und irgendwo in sich drin den Motivationsschalter selbst umlegt, werden die Hausaufgaben nicht erledigt.

Ganz einfach.

Und auch ganz einfach doof.

Für die Eltern.

Denn Kinder durchschauen recht schnell, dass alle Motivationsversuche von außen bloß mehr oder weniger erfolgreiche Versuche sind.

Die Eltern können allerdings darauf hoffen, dass die Kinder ihre Motivation selbst einschalten.

Nur Du kannst Deine Motivation ein- oder ausschalten

Es wichtig, dass Du erkennst, dass Du bereits alles in Dir hast, was Motivation in Gang setzen kann.

Du bist der Bestimmer bzw. die Bestimmerin über Deinen Motivationsschalter.

Wenn Du etwas erreichen willst, darfst Du den Schalter umlegen.

Das kann tatsächlich niemand sonst für Dich tun.

Ist diese Tatsache nicht wundervoll befreiend?

Einerseits schon.

Andererseits wäre es so schön, wenn wir jemand anderem die Vollmacht für das Umlegen unseres Motivationsschalters geben könnten.

Aber wäre es das wirklich?

Würdest Du die Macht über Deinen Motivationsschalter tatsächlich jemandem anders als Dir geben wollen?

Jemandem, der Dich an und ausknipsen kann, um Dich mehr Sport, weniger Essen, schneller Aufgaben erledigen zu lassen?

Gehen wir lieber zurück zum Einerseits, bei dem befreienden Gefühl.

Wenn Du Dir so richtig bewusst darüber wirst, dass nur Du die Macht über Dein Handeln hast, was würde das in Dir auslösen?

Es steht Dir frei, Dich dazu zu motivieren, mehr Sport zu treiben, gesünder zu essen, Dein Kunstprojekt zu starten oder Deine Geduld zu vergrößern.

Genauso steht es Dir frei, das alles nicht zu tun.

Tipps von außen können als Anstupser dienen

Klar hilft es manchmal, wenn Du Dir ein paar Tipps und Tricks bei Leuten holst, die über ein Thema besonders gut Bescheid wissen.

Motivation von außen hilft auch eine Zeitlang weiter.

Als Anstupser ist das wunderbar geeignet und Du kannst dann entscheiden, ob Du den Motivationsschalter für das neue Handeln auf Dauer betätigen willst.

Und zwar, weil Du es möchtest!

Jetzt bekommt der Satz „Ich kann mich einfach nicht motivieren!“ einen ganz anderen Klang.

Übersetzt heißt er dann: „Ich möchte meinen Motivationsschalter nicht umlegen.“

Damit fallen einige Ausreden weg und mit dieser freiwerdenden Energie kannst Du Dir Sachen aussuchen, für die Du Deinen Motivationsschalter umlegen willst.

Viel Freude beim Aussuchen der Themen, für die Du in Zukunft ganz freiwillig und nachhaltig Deinen Motivationsschalter betätigen wirst!

Alles Liebe

Claudia

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