Selbstverpflichtung als Antriebsmotor

selbstverpflichtung

Mit Verpflichtungen verhält es sich ähnlich wie mit Erwartungen.

Sobald wir uns von außen mit Verpflichtungen konfrontiert sehen, empfinden wir den Druck, der dadurch auf uns lastet.

Wenn es sich aber bei der Verpflichtung um eine selbstauferlegte Pflicht handelt, kann sie ein wunderbarer Antriebsmotor für nahezu alles sein, was Du erreichen willst.

Kraftvolle Motivation

Selbstverpflichtung hat die wundersame Eigenschaft, uns dazu zu bringen, Aufgaben einfach zu erledigen, ohne sie zu hinterfragen.

Als Elternteil hast Du zum Beispiel die Verpflichtung übernommen, Dich um Deine Kinder zu kümmern.

Dieser Verpflichtung kommst Du nach, ganz gleich, was sich Dir in den Weg stellt.

Aufgrund der kraftvollen Motivation, die aus Selbstverpflichtung erwächst, kannst Du sie wunderbar als Motor nutzen.

Dieser Antriebsmotor schiebt Dich an, selbst wenn Du gerade keine Lust hast oder Deine Zeit lieber mit etwas anderem verbringen würdest.

Selbstverpflichtung hilft Dir dabei, auch unangenehme Aufgaben zu erledigen

Sie lässt keine Ausreden zu und lässt Dich selbst bei schlechtem Wetter mit dem Hund spazieren gehen.

Sie bringt Dich dazu, Deine Lebensmittel einzukaufen, Deine Kleidung zu waschen und aufzuräumen.

Wie wäre es, wenn Du die Selbstverpflichtung auch für Deine eigenen Ziele oder Projekte nutzt?

Für die Dinge, die sonst – aufgrund der Verpflichtungen gegenüber anderen – liegen bleiben?

Wie oft hast Du Dir schon vorgenommen, mehr Sport zu treiben oder gesünder zu essen?

Oder Geschichten zu schreiben, Singen zu lernen oder zu zeichnen?

Antriebsmotor für eigene Projekte

Für die Planung und Durchführung Deiner Sachen blieb bisher keine Zeit.

Und das nicht nur, weil Du zu viel zu tun hattest.

Die Selbstverpflichtung für Dein eigenes Projekt hat gefehlt.

Dazu habe ich gerade eine nette Geschichte von einem amerikanischen Coach gelesen:

Er war Mitglied in einer Mastermind-Gruppe von 20 Personen, die sich einmal pro Monat getroffen hat.

Dort trafen sich die Beteiligten, um sich gegenseitig beim Erreichen ihrer beruflichen und persönlichen Ziele zu unterstützen.

Dieser Coach wollte schon seit Jahren Gewicht verlieren, hatte es aber nie geschafft.

Eines Tages kam er also zum Meeting seiner Mastermind-Gruppe und übernahm folgende Selbstverpflichtung:

Er sagte, dass er in 90 Tagen 10 Kilo Gewicht verlieren würde.

Zusätzliche Motivation durch „Zeugen“

Andernfalls, so versprach er seinen Kollegen, würde er an jeden von ihnen 1.000 Dollar zahlen.

Das, was ihm in den Jahren zuvor nicht gelingen wollte, hat er mit diesem Kunstgriff geschafft.

Durch die Selbstverpflichtung mit der Gruppe als Zeugen und der in Aussicht gestellten „Strafzahlung“ von 20.000 Dollar machte er das, was er vorher als unmöglich erachtet hatte.

Er nahm seine 10 Kilo ab und hat seitdem die Selbstverpflichtung für viele weitere Projekte genutzt.

Für welches Projekt würdest Du gerne Selbstverpflichtung übernehmen?

Vielleicht fällt Dir auch ein Projekt oder eine Aufgabe ein, das bzw. die Du mit Unterstützung der Selbstverpflichtung schaffen könntest?

Mir gelingt es jetzt seit einem halben Jahr, an jedem Tag einen Blogartikel zu schreiben und zu veröffentlichen.

Das habe ich auch der Selbstverpflichtung zu verdanken.

An jedem Tag weiß ich, dass ich mich zum Schreiben hinsetze und einen Blogartikel verfasse.

Diese Art der Motivation ist sehr einfach

Du verpflichtest Dich und Du machst.

Auf dem Weg lauern natürlich auch ein paar Stolpersteine, wie könnte es anders sein.

Dennoch hilft Dir die Selbstverpflichtung dabei, diese Steine aus dem Weg zu räumen.

Weil es Dir wichtig ist und Du diese Pflicht Dir selbst gegenüber erfüllen möchtest.

Du hast Dich dafür entschieden, Dich anzustrengen und die Herausforderung anzunehmen.

Und mit jedem Mal, wo Du Dich an Deine Verpflichtung hältst, wirst Du stärker.

Du lernst, Dir mehr und mehr zu vertrauen und weißt einfach, dass Du Dich auf Dich selbst verlassen kannst.

Unterstützung ist hilfreich, muss aber nicht sein

Dazu brauchst Du auch keine „Zeugen“, obwohl es hilfreich sein kann, wenn Du Deine Ziele und Vorhaben laut aussprichst.

Nicht in jedem Fall ist das von Vorteil und Du darfst Dir auch die Menschen genau aussuchen, denen Du von Deinen Selbstverpflichtungen erzählst.

Es sollten Menschen sein, die Dich gerne unterstützen und von denen Du weißt, dass sie Dir gönnen, wenn Du Deine Ziele erreichst.

Vielleicht ist Dir beim Lesen ein Projekt eingefallen, für das Du Dich selbst verpflichten möchtest?

Der Sommer ist manchmal genau die richtige Jahreszeit für ein Projekt.

Eventuell ist ja gerade jetzt der passende Zeitpunkt für Dich, loszulegen?

Ich wünsche Dir viel Freude bei Deiner Entscheidung, für eines Deiner schon lange geplanten Projekte eine Selbstverpflichtung einzugehen.

Schreibe mir gerne einen Kommentar, wie es Dir damit ergangen ist.

Alles Liebe

Claudia

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