Statt in die Vergangenheit in die Zukunft denken

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Denken an die Vergangenheit kann sehr angenehm sein.

Vor allem dann, wenn Du Dir schöne Erinnerungen vor Augen führst, die Dich in freundlichen und warmen Gefühlen schwelgen lassen.

Früher war selbstverständlich nicht alles besser.

Dennoch verklärt sich Dein Blick beim Schauen in den Rückspiegel.

Sobald es allerdings um die Betrachtung von Problemen geht, ist das analytische Denken in die Vergangenheit oft schmerzhaft und eher hinderlich.

Lieber in die Zukunft denken als rückwärts analysieren

Im systemischen Coaching schauen wir uns gerne die bestehenden Probleme im Hinblick auf die Zukunft an.

Heute möchte ich Dich einmal dazu einladen, gemeinsam mit mir auf die Reise in das Spannungsfeld zwischen Vergangenheits- und Zukunftsdenken zu gehen.

Dazu nehmen wir uns einige Fragen vor, die Du Dir vermutlich bisher auf eine eher analytische Weise gestellt hast und schauen uns dagegen die systemische, in die Zukunft weisende Version an.

Anhand dieser Fragen kannst Du Deine Probleme einmal neu betrachten.

Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Du von dieser neuen Betrachtungsweise profitieren wirst.

Statt in die Vergangenheit in die Zukunft fragen

Fangen wir an:

1. Statt zu fragen

„Welche Ursache hat mein Problem?“ fragst Du

„Wer müsste in der Zukunft was anders machen, damit ich ein besseres Ergebnis als bisher erreiche?“

Da jeder Mensch die Welt auf seine eigene Weise wahrnimmt und formt, kann auch die größte Analysefähigkeit keine 100% genaue Ursachenforschung betreiben.

Es ist einfach nicht möglich, alle Parameter zu kennen und damit zu wissen, welche Ursache letztendlich den Ausschlag für das Ergebnis gegeben hat.

Mit der Frage nach einem für Dich besseren Ergebnis in der Zukunft wird Dein Fokus automatisch auf die mögliche Lösung Deines Problems gelenkt.

2. Statt zu fragen

„Wer oder was hat das Problem verursacht?“ fragst Du

„Was müsste ich tun oder nicht (mehr) tun?“

Diese Fragestellung erlaubt Dir, selbst die Verantwortung für die Lösung zu übernehmen.

Zu ändern ist das Vergangene jetzt nicht mehr, daher ist es auch sinnlos, unbedingt festlegen zu wollen, von wem das Problem verursacht wurde.

3. Statt zu fragen

„Wer ist schuld an dem Problem?“ fragst Du

„Welches Ziel möchte ich in Zukunft erreichen?“

Auch hier richtet sich Dein Fokus weg vom vermeintlich schuldigen Teil auf die Lösung in der Zukunft.

Selbst wenn Du genau wüsstest, dass etwas oder jemand dazu beigetragen hat, das Problem hervorzurufen, ist die Lösung nur möglich, wenn Du Deine Richtung änderst.

4. Statt zu fragen

„Was ist das Schmerzlichste an dem Problem?“ fragst Du

„Was darf in Zukunft anders sein und wie möchte ich mich dann fühlen?“

Oft, wenn wir an vergangene Erlebnisse oder Erfahrungen denken, die schmerzhaft waren, geht es uns während der Erinnerung eher schlechter als besser.

Wir können uns dann sogar in eine Problemtrance hineindenken, aus der wir schwer herausfinden.

Besonders, wenn das Problem öfter oder über einen längeren Zeitraum bestanden hat, neigen wir dazu, immer wieder darüber nachzugrübeln.

Bei der Ausrichtung Deines Denkens auf die Zukunft hingegen wird Dir bewusst, welche Gestaltungsmöglichkeiten Du hast.

Du streifst dann die dunklen Gedanken ab und schaust in eine lichtvollere Zukunft, die Hoffnung auf Besserung für Dich bereithält.

5. Statt zu fragen

„Was genau ist da eigentlich schiefgelaufen?“ fragst Du

„Woran würden es andere merken, dass ich mein Ziel erreicht habe?“

Das Nachdenken über die Chronologie der Ereignisse zieht Dich wiederum in die Problemtrance.

Das Hineinversetzen in Dein zukünftiges Verhalten, das andere an Dir bemerken, sobald Du eine Lösung gefunden hast, lässt Dein Herz höherschlagen.

Du kannst fast nicht anders als Dich darauf zu freuen, dass Du Dein Ziel erreichst und mit Hilfe Deiner Zukunftsvision fällt es Dir leichter, die Vergangenheit ruhen zu lassen.

6. Statt zu fragen

„Warum ist das Problem aufgetreten?“ fragst Du

„Wofür ist es wichtig, dass ich diese Erfahrung gemacht habe?“

Auch hier schaust Du wieder auf das, was Dir weiterhilft und Dich voranbringt.

Du gehst davon aus, dass selbst in einem Problem eine Art Lernlektion versteckt liegt, die Deiner Weiterentwicklung dient.

Du bist der Experte für Dein Leben

Als systemisch arbeitender Coach gehe ich immer davon aus, dass Du der Experte für Deine Probleme bist.

Niemand, der von außen auf Dein Leben schaut, weiß so viel über Dein Problem wie Du.

Nur Du kennst alle Fakten, übrigens auch die, die Du manchmal vor Dir selbst nicht zugeben magst.

Und nur Du weißt, wie Du es geschafft hast, das Problem genau so entstehen zu lassen und wie eine Lösung für Dich aussehen kann.

Sobald Du dazu übergehst, in die Zukunft zu denken, anstatt in der Vergangenheit verhaftet zu bleiben, wird sich das Problem schon leichter anfühlen.

Du schöpfst Hoffnung, weil Du Dich mit möglichen Lösungen, neuen Verhaltensweisen und hilfreichen Gedanken beschäftigst.

Ich wünsche Dir, dass Du durch diese Betrachtungsweise leichter eine Lösung für das ein oder andere Deiner Problem findest.

Alles Liebe

Claudia

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