Struktur im Alltag

Struktur

Wenn die gewohnten Strukturen fehlen, kann Chaos ausbrechen, muss es aber nicht.

Als Menschen haben wir uns daran gewöhnt, unser Leben zumindest mit einem gewissen Maß an Struktur zu organisieren.

Selbst wenn Du Dich bisher als Freigeist oder freiheitsliebenden Menschen eingeschätzt hast, fällt Dir eventuell in ungewohnten Situationen auf, wie sehr auch Du zumindest grobe Leitplanken in Deinem Tagesablauf zu schätzen weißt.

Die Käfigtür wurde geöffnet

Sobald wir in unseren normalen Alltagsroutinen feststecken, träumen wir oft davon, aus dem Hamsterrad auszubrechen.

Jetzt wurde für uns die Käfigtür insofern geöffnet, dass viele von uns über mehr oder weniger zeitliche Freiheit verfügen.

Gezwungen zur freien Zeiteinteilung oder zumindest zum Festsitzen zu Hause.

Inklusive mehr Zeit, als Du wahrscheinlich sonst zur Verfügung hast.

Wie geht es Dir mit der fehlenden Struktur?

Fallen Dir gleich viele tolle Sachen ein, mit denen Du Deine zusätzliche Zeit sinnvoll füllen kannst?

Ich wage die These, dass Du als Introvertierte*r kaum ein Problem haben wirst, die nächste Zeit gut zu überstehen.

Du hast jetzt mehr Zeit zum Nachdenken, für Deine Hobbies, Dich zurück zu ziehen, für Deine Familie da zu sein, möglicherweise Dein geplantes Buch zu schreiben oder ein anderes Projekt in Angriff zu nehmen, was Du schon lange vorhast.

Dennoch tut Dir (gerade) dann eine Struktur des Tages gut.

Welche Routinen und Rituale hast Du?

Hast Du eine bestimmte Morgenroutine, die sonst im Alltag immer zu kurz kam?

Super, dann kannst Du sie jetzt vielleicht sogar ausbauen und verlängern.

Hast Du bestimmte Rituale beim Frühstücken, Mittag- oder Abendessen, die Du aus Zeitmangel vernachlässigt hast?

Klasse, dann hast Du jetzt die Möglichkeit, Deine Rituale umso bewusster zu genießen.

Das Gleiche gilt für die Abendroutine, die Du zur Zeit wunderbar ausführlich gestalten kannst.

Vielleicht möchtest Du ja sogar neue Dinge ausprobieren und zu Deinen Routinen oder Ritualen hinzufügen.

Dankbarkeitstagebuch führen

Eines der Dinge, die ich Dir gerade jetzt ans Herz legen kann, ist ein Dankbarkeitstagebuch zu führen.

Vielleicht machst Du das schon, aber falls nicht, kann ich es Dir sehr empfehlen.

Dabei bist Du in der Gestaltung völlig frei. Online gibt es unheimlich viele Beschreibungen und Ideen, wie Du ein Dankbarkeitstagebuch führen kannst.

Du kannst Dich auch völlig frei von anderen Ideen machen und das Tagebuch auf Deine ganz eigene Art schreiben.

Besonders hat sich bewährt, wenn Du Dir eine bestimmte Anzahl an Dingen pro Tag aufschreibst, für die Du dankbar bist.

Dankbar für Dinge und Menschen

Die Liste kann zwischen 1 bis 20 Dingen liegen. Wobei Dinge auch Situationen, Empfindungen, Einsichten, Ideen, Menschen, Informationen, Erfahrungen und so weiter sein können.

Ich finde es sehr schön, mir zusätzlich noch fünf Namen von den Menschen aufzuschreiben, für die ich heute besonders dankbar war und warum das so ist.

Oft stehen da die gleichen Namen wie am Vortag, manchmal tauchen auch ganz neue Namen auf.

Das können Familienangehörige, andere Verwandte, Freunde und Freundinnen, Nachbarn, Menschen aus meinem direkten Umfeld oder auch Schriftsteller oder andere weise Menschen sein.

Dabei ertappe ich mich, wie ich in Gedanken an diese Menschen lächle und mir ganz warm ums Herz wird.

Heilungspotential entfaltet sich

Dankbarkeit hat ein hohes Heilungspotential.

Besonders in unsicheren Zeiten, wo unsere Strukturen sich aufzulösen scheinen.

Die derzeitigen Stukturen bieten kaum noch Halt.

Wir dürfen uns zur Aufgabe machen, neue Strukturen für uns zu finden und auszuprobieren, ob sie zu uns und unserem Leben passen.

Ganz ohne den Anspruch, dass die neuen Strukturen sofort gefunden und feststehen müssen.

Derzeit ist alles in Bewegung und wir dürfen vieles neu lernen.

Spannend, was wir Menschen als Gemeinschaft gerade zusammen erleben.

Ich hoffe wirklich, dass wir all das, was wir jetzt neu erfahren, schätzen lernen und erkennen, was davon zu unserem Besten war und wovon wir uns verabschieden dürfen.

Was denkst Du, was wir aus dieser Situation lernen können?

Was erhoffst Du Dir für die Menschheit am Ende dieser Erfahrung?

Schreibe mir gerne einen Kommentar!

Alles Liebe

Claudia

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