Stück für Stück statt alles auf einmal

Obwohl Du das bestimmt schon so oft gelesen und gehört hast, kann es sein, dass Du es dennoch nicht beherzigst.

Ob fürs Aufräumen, Saubermachen, das Zusammensuchen der Steuerunterlagen oder das Erledigen sämtlicher Aufgaben, die Du Dir nur vorstellen kannst.

Jedes Mal geben Dir die Zeitmanagement-Gurus und Aufräum-Göttinnen gerne den bekanntesten Tipp schlechthin.

Er lautet:

Nimm Dir nicht zu viel vor, arbeite Dich Stück für Stück voran.

Anfangsträgheit überwinden

Anstatt Dir vorzunehmen, gleich ein ganzes Zimmer aufzuräumen und sauberzumachen, empfehlen sie Dir, erst einmal mit einer Ecke anzufangen oder auch nur mit einem Regal oder einer Schublade.

Dazu kannst Du Dir einen Wecker stellen und zum Beispiel 15 Minuten lang arbeiten.

Die Chancen stehen gut, dass Du so gut in den Fluss kommst, dass Du nach der ersten Viertelstunde gleich noch eine Halbe oder Ganze dranhängst.

Weil Du die Anfangsträgheit überwunden hast und es Dir jetzt fast schwerfällt, wieder die Bremse zu betätigen.

Heute stand auf meiner imaginären To-Do-Liste eine administrative Aufgabe.

Imaginär ist die To-Do-Liste deshalb, weil ich zur Zeit ganz bewusst ohne eine echte Aufgabenliste lebe.

Umfangreichere Aufgaben auf ruhigere Zeiten verschieben

Diese administrative Aufgabe habe ich mir für die Ferien vorgenommen, weil ich dann mehr Zeit für die Dinge habe, an denen ich dranbleiben möchte, ohne ständig die Uhr im Blick zu haben.

Bei mir setzt nämlich das Prinzip des „in den Fluss Kommens“ regelmäßig ein, sobald die Hürde des Anfangens überwunden ist.

Dann gibt es kein Halten mehr und dafür ist es eben sehr hilfreich, wenn nicht schon der nächste Termin darauf lauert, mich zu unterbrechen.

Jetzt konnte ich mich gerade so von den Papieren losreißen, weil ich gerne noch diesen Blogartikel schreiben wollte.

Stück für Stück wächst die Erleichterung

Und daher kann ich Dir genau von dieser Erfahrung berichten, dass es ein wirklich guter Tipp ist, den Du immer wieder in Büchern oder Artikeln liest.

Du kennst sicher auch das Gefühl dieser ungeheuren Erleichterung, wenn Du etwas geschafft und erledigt hast, das Dir eventuell schon länger im Nacken sitzt.

Die Gedanken versuchen zwar, die zu erledigende Sache so gut es geht zu ignorieren, aber wie das mit rosaroten Elefanten eben so ist, kehrt die Aufmerksamkeit immer wieder zu dieser Sache zurück.

Dann stellst Du Dir vor, wie schön es wäre, wenn Du es schon erledigt hättest.

Vielleicht quälst Du Dich auch mit der Vorstellung, wie viel Zeit und Aufwand es Dich kostet, bis Du endlich einen Haken hinter diese Aufgabe setzen darfst.

Die erste Hürde überwinden und in den Fluss kommen

Meistens ist es gar nicht so schlimm, wie Du es Dir vorstellst.

Das Schwierigste scheint tatsächlich der Anfangswiderstand zu sein.

Er fühlt sich mächtig an, gibt aber sofort nach, sobald Du ihn ein wenig anstupst.

Fast so, als würde er sich extra aufplustern, um Dich abzuschrecken, obwohl er gar nicht so stark ist, wie er tut.

Um noch einmal auf das tolle Gefühl der Erleichterung zurückzukommen:

Dieses Gefühl macht die ganze Mühe wett, denn die Erleichterung trägt Dich durch den Rest des Tages und manchmal auch noch ein paar Tage weiter.

Eine gute Idee ist dann, diesen Schwung zu nutzen und fast wie nebenbei noch ein paar andere Dinge zu erledigen, die ebenfalls schon eine Weile darauf warten.

So werden dann neben dieser Fleißaufgabe auch noch die Bücher sortiert, Wäsche gewaschen und getrocknet, Betten frisch bezogen, die Papiere für die Steuer herausgesucht und einiges mehr.

Dir fällt bestimmt auch das ein oder andere ein, was Du gerne von Deiner real vorhandenen oder auch imaginären Aufgabenliste streichen würdest.

Du hast es im Griff

Sehr zu schätzen weiß ich dann auch das gute Gewissen, wieder etwas geschafft zu haben.

Wir haben ja ständig etwas zu erledigen, aber gerade die umfangreicheren Aufgaben vermitteln uns immer wieder gerne dieses angenehme Gefühl, unser Leben – zumindest in dieser Hinsicht – im Griff zu haben.

Gibt es eine Aufgabe, die gerade bei Dir ansteht und die Dich schon länger in den Nacken zwickt?

Was braucht es, damit Du den Anfangswiderstand überwinden kannst?

Ich wünsche Dir, dass Du genügend Schwung holen kannst, wenn bei Dir gerade eine Aufgabe zu erledigen ist.

Falls ich könnte, würde ich Dir gerne etwas von meinem Schwung abgeben.

Viel Erfolg bei Deinen Aufgaben wünsche ich Dir!

Alles Liebe

Claudia

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