Unkrautjäten im Alltagsleben

Unkraut

Wie in einem gepflegten Garten, so kann Unkrautjäten auch in unserem Alltag erfrischend sein und einen befreienden Effekt haben.

Was meine ich damit?

Vielleicht läuft Dein Alltag bereits so durchstrukturiert und geplant ab, dass bei Dir kein Unkraut die Chance hat, sich anzupflanzen.

Gewohnheiten als Unkraut

Bei uns kommt es jedoch in und wieder vor, dass sich kleine Gewohnheiten wie Unkraut einschleichen.

Wenn wir nicht aufpassen, wuchern diese Unkräuter eine Weile vor sich hin und wachsen nach einer Weile zu kapitalen Pflanzen heran.

Das Jäten, also Entfernen dieser Pflanzen oder Gewohnheiten wird dann immer schwieriger, je stärker die Gewohnheiten sich etablieren können.

Eines meiner Kinder hat zum Beispiel die Gewohnheit, Kaugummi zu kauen.

Für sich genommen ist das ja nicht weiter ungewöhnlich.

Allerdings hat sich Unkraut in Form von einem Klebefilm eingeschlichen, der mit den Händen auf Bücher, Türklinken oder Laptopmäuse und -tastaturen übertragen wird.

Feriengewohnheiten

Keine schöne Gewohnheit und es ist klar, dass dieses Unkraut ausgezupft werden muss.

Noch ein Beispiel: Im Zuge der Ferien haben wir es uns als Familie angewöhnt, morgens länger zu schlafen.

Auch das ist eine Gewohnheit, die an sich nicht negativ ist.

Doch auch hier dürfen wir aufpassen, dass sich daraus keine größere Pflanze entwickelt, indem die Aufstehzeit jeden Tag einige (viele) Minuten nach hinten verschoben wird.

In den Sommerferien kann das einer kleinen Zeitverschiebung gleichkommen, denn dann stehen manche von uns im Gegensatz zu sonst tatsächlich auch mal 3-4 Stunden später auf als zu Schulzeiten.

Gibt es auch bei Dir Unkräuter, die sich angepflanzt haben?

Wie schaut es derzeit bei Dir aus? Gibt es neue oder altbekannte Gewohnheiten, die sich immer wieder einschleichen wollen?

Oder haben es einige von ihnen sogar schon geschafft, ein gewisses Wachstum hinzulegen, so dass es Dir schwerfällt, sie loszuwerden?

Einerseits ist es in besonderen Situationen wie jetzt ganz normal, wenn wir Gewohnheiten Zutritt zu unserem Leben gewähren, die wir sonst an der Haustür abweisen würden.

Oder – wenn wir im Bild bleiben wollen – wir würden diesen Gewohnheitspflanzen gleich wieder den Lebensraum entziehen und sie ausrupfen.

Da wir zurzeit aber weniger aufpassen, schleichen sie sich vermehrt an und ein, so dass wir möglicherweise eine Überraschung erleben, wenn wir uns bewusst umschauen und unsere Umgebung nach Gewohnheitspflanzen durchsuchen.

Gewohnheitspflanzen für Schlafenszeiten

Bei mir verlegt sich die Schlafengehzeit gerade jeden Tag einige (viele) Minuten nach hinten.

Ich darf mich fragen, wie lange ich diesem neuen Gewohnheitspflänzchen noch dabei zusehen will, wie es immer größer wird.

Im Grunde ist es ganz einfach:

Du wirst Dir Deiner neuen Gewohnheitspflanzen bewusst, überlegst Dir, ob sie hilfreich sind oder eher nicht. Dann gehst an die Arbeit.

Dafür reicht schon der Wille, ein wenig mehr Disziplin aufzubringen.

Heute geht es der „Spätzubettgehpflanze“ an den Kragen

Ich werde heute damit starten und das Unkraut mit dem Namen „Spätzubettgehpflanze“ auszupfen.

An seine Stelle pflanze ich die „Regelmäßigzubettgehpflanze“ und achte darauf, dass sie gut gedüngt und mit Wasser versorgt wird, um anzuwachsen.

Welche Gewohnheitspflanzen hast Du entdeckt?

Sind eventuell sogar ein paar Hilfreiche dabei?

Hilfreiche Gewohnheitspflanzen dürfen stehen bleiben

Die dürfen wir natürlich stehenlassen und sogar beim Wachstum unterstützen.

Vielleicht hast Du begonnen, regelmäßiger zu kochen, Dich zu bewegen oder spazieren zu gehen und zu lesen.

Oder mit Deinen Freunden über Telefon oder E-Mail in Verbindung zu bleiben, mehr zu schlafen, täglich etwas für die Stärkung Deines Immunsystems zu tun oder eine feste Spielezeit mit Deinen Lieben einzuplanen.

Manchmal pflanzt sich ein wertvolles Unkraut an

Manchmal pflanzt sich unverhofft auch eine wie Unkraut aussehende Gewohnheit an, die sich bei näherem Hinsehen als wertvolle Pflanzenmedizin herausstellt.

So geht es mir zum Beispiel mit einem viel ruhigeren Start in den Tag, den ich erst als „Zuspätaufstehenpflanze“ identifiziert hatte.

Nach einigen Tagen des Wachstums jedoch stellte sich heraus, dass es sich um die seltene „Ausgeschlafenseinpflanze“ handelt.

Wie gut, dass ich sie nicht gleich am Anfang samt Wurzel ausgerissen, sondern ihr noch ein paar Wachstumstage gegönnt habe.

Bisher gab es in meinem Leben eher selten eine Phase, in der ich wirklich regelmäßig ausgeschlafen war.

Im Zusammenspiel zwischen dieser und der „Regemäßigzubettgehpflanze“ werde ich wahrscheinlich eine erholsame Ferienzeit haben, darauf freue ich mich schon!

Dir wünsche ich, dass Du auch die ein oder andere hilfreiche Gewohnheitspflanze entdeckst, die sich bei Dir in letzter Zeit angepflanzt hat.

Schreibe mir gerne einen Kommentar dazu!

Alles Liebe

Claudia

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