Unvermeidliche Veränderungen

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Wir könnten auch sagen „unheimliche Veränderungen„, denn so ganz geheuer ist uns das Ganze nicht, was da auf uns zukommt.

Die kommenden Veränderungen in unserem Leben erscheinen uns deshalb unheimlich, weil wir sie nicht greifen können.

Noch fehlt uns jede konkrete Idee, wie genau unser Leben sich nach dem Virus gestalten wird.

Zwar betätigen sich einige Menschen schon als Hellseher und schauen in eine Glaskugel, in der dann je nach Hellseher entweder dunklere oder hellere Szenarien aufscheinen.

Veränderungen sind in der Regel ungemütlich

Klar ist jedoch nur, dass es Veränderungen geben wird.

Es wird vielleicht sogar die ein oder andere Überraschung geben, wie genau sich die Zukunft gestalten wird.

Veränderung ist ohnehin schon in den meisten Fällen ungemütlich.

Da sie aus einer Situation entspringt, die anders ist als alles bisher Dagewesene, könnte die bevorstehende Veränderung besonders intensiv werden.

Wie bist Du bisher mit Veränderungen in Deinem Leben umgegangen?

Hast Du gegen sie gekämpft oder hast Du sie akzeptiert?

Müssen oder dürfen

Neue Situationen bedeuten immer, das wir uns anpassen dürfen, manchmal sogar müssen.

Wobei der Ausdruck „dürfen“ mir näher liegt, weil „müssen“ so sehr nach Zwang klingt.

Probiere es gleich mal aus:

„Wir dürfen seit Montag Masken beim Einkaufen tragen“ gegenüber „wir müssen seit Montag Masken tragen“.

Wozu kannst Du innerlich leichter ja sagen?

Als erwachsene, mündige Menschen haben wir es gar nicht gern, wenn wir etwas müssen „müssen“.

Stattdessen wollen wir wählen dürfen.

Deshalb wähle ich in diesem Zusammenhang das Wort „dürfen“, weil ich die Maskerade so leichter für mich als Entscheidung einordnen kann, die ich mittragen möchte.

Akzeptieren oder kämpfen

Doch zurück zu den Veränderungen.

Unvermeidlich sind Veränderungen immer dann, wenn sie die äußeren Lebensumstände betreffen.

So ist ein Virus aus dem Nichts ein Umstand, der unser Leben klar verändert hat.

Da dürfen wir dann akzeptieren, dass alles so ist, wie es gerade ist.

Dagegen zu kämpfen wäre nicht klug und auch nicht sinnvoll.

Veränderungen lassen uns näher hinschauen

Allerdings kannst Du Dir Deine eigenen Gedanken zu diesem Thema machen, die Puzzleteile anschauen und prüfen, ob sie für Dich zusammenpassen oder nicht.

So kannst Du Dir ein grobes Bild zusammensetzen, das nach Deiner Erfahrung und Deinem Wissen für Dich passt.

Wenn jetzt diese Veränderungen zufällig einige Dinge für Dich in Gang bringen oder Du Dir über einiges klar wirst, was Du vorher noch gar nicht bemerkt hast, ist das doch wunderbar!

Einige dieser neuen Umstände passen eventuell gut in Dein Leben hinein, andere kannst Du vernachlässigen und hoffentlich nur wenige davon wirken sich negativ aus.

Das Leben besteht aus Veränderungen

Was wäre, wenn wir durch diese Krise lernen – und verinnerlichen – könnten, dass es im Leben immer um Veränderung geht?

Nichts bleibt je so, wie es ist.

Ständig entwickeln sich die Arbeitswelt, die Familiendynamik, unsere Freundschaften, unsere Lebensumstände und unser Umfeld weiter.

Wir können diese Entwicklung nicht aufhalten, sondern dürfen lernen, sie als natürlich zu begreifen und sie so gut es geht in unser Verständnis vom Leben integrieren.

Dann können wir mit der Zeit vielleicht sogar an einen Punkt kommen, an dem wir gelassener und mit mehr Vertrauen dem entgegensehen, was da kommt.

Und mag es noch so unheimlich wirken, weil wir es nicht kennen.

Mittels Gewohnheiten übernehmen wir die Kontrolle

Als Gewohnheitstiere sind wir Menschen sehr darauf bedacht, alles unter Kontrolle zu haben und ein besonders hohes Maß an Sicherheit zu spüren.

Je besser alles in gewohnten Bahnen zu verlaufen scheint, desto beruhigter können wir uns zurücklehnen.

Doch das ist nicht das, was Leben bedeutet.

„Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.“

Erich Fried

Nicht nur unser Leben verändert sich ständig, auch das Leben aller Lebewesen und Dinge um uns herum.

Stillstand würde bedeuten, eingefroren zu sein im Hier und Jetzt.

Eingefroren sein bedeutet gleichzeitig, leblos zu sein und damit in Kauf zu nehmen, nicht mehr am Leben teilzunehmen.

Schmerzvolle Auswirkungen sind möglich

Die kommenden Veränderungen werden eventuell in der ein oder anderen Weise schmerzvoll sein.

Dennoch frage ich Dich:

Möchtest Du lieber festfrieren, an vergangenem festhalten und das Leben aus der Distanz betrachten?

Oder mitten drin dabei sein und die Chance haben, unser Zusammenleben neu zu gestalten?

Ich vermute, dass Du lieber mitgestaltest und Dein Sein mitsamt allen Talenten und Gaben, die Du hast, mit einbringst in die zukünftige Zeit.

Uns allen wünsche ich, dass wir unseren Mut erhalten und mit Vertrauen in die Zukunft blicken.

Neue Wege werden entstehen, Lösungen werden gefunden und wir werden gestärkt aus dieser Situation herauskommen.

Das wünsche ich Dir und Deinen Lieben genauso wie mir und meiner Familie.

Alles Liebe

Claudia

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