Vom Glück, zur Familie der Introvertierten zu gehören

Glück

Wie gerne zählst Du Dich zu den Introvertierten?

Würdest Du es auch als Glück bezeichnen, zur Familie der Introvertierten zu gehören?

Die folgenden Dinge bringen mich dazu, mich als „glücklich introvertiert“ zu beschreiben. Treffen sie auch auf Dich zu?

Wir sind fantastische Beobachter

Als introvertierter Mensch fällt es uns leicht, an der Seitenlinie zu stehen und das Spiel des Lebens um uns herum genau zu beobachten.

Wir nehmen uns Zeit und uns fallen Dinge auf, die den eher nach außen orientierten Menschen leicht entgehen.

Wir nehmen Zwischentöne wahr.

Uns fällt auf, wie die Stimmung zwischen Menschen ist.

Wir bemerken ein leichtes Stirnrunzeln hier und ein angedeutetes Lächeln dort.

Dieses Beobachten bringt uns anderen Menschen manchmal näher, als wenn wir direkt mit ihnen sprechen würden.

Oft können wir zwischen den Zeilen lesen und ahnen Reaktionen bereits voraus.

Wir verstehen besser, als wir verstanden werden.

Wir können gut allein sein

Ein weiterer Glücksfaktor besteht für mich darin, dass wir nicht ständig die Gesellschaft anderer Menschen brauchen.

Natürlich wissen auch wir gute Freundschaften zu schätzen und sind gerne mit Menschen zusammen, bei denen wir das Gefühl haben, dass wir ihnen und sie uns vertrauen.

Auch introvertierte Menschen sind soziale Wesen und brauchen zumindest hin und wieder den Austausch und die Gemeinschaft mit anderen.

Die Betonung liegt hier auf hin und wieder.

Wir machen uns frei von Gruppenzwang

Uns drängt es nicht nach draußen und wir sind froh, dass wir an unserem Rückzugsort, in unserem eigenen Nest ganz alleine entscheiden können, womit wir uns gerade beschäftigen wollen.

Kein Rudel um uns herum, das nach seiner Meinung gefragt werden will.

Keine Rangkämpfe um die Vorherrschaft bei der Meinungsbestimmung.

Kein Gruppenzwang, bei etwas mitzumachen, was wir tief in unserem Herzen gar nicht mögen.

Du hast die Freiheit, jederzeit zu entscheiden, Dich für ein bestimmtes Projekt einer Gruppe anzuschließen und sie auch wieder zu verlassen, wenn das Projekt abgeschlossen ist.

Wir verzichten darauf, blind einem Trend zu folgen

Noch ein toller Grund, warum es so wunderbar ist, introvertiert zu sein:

Wir müssen nicht jedem Trend folgen!

Es scheint im Trend zu liegen, sich den Terminkalender so vollzustopfen, dass alle jederzeit irgendetwas zu tun haben.

Wir merken jedoch recht schnell, dass viele der Dinge, die uns einfach nur beschäftigen, gar nicht unbedingt sein müssen.

Als Intro fällt es uns leichter, unwichtige Aufgaben zu streichen und uns aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Gerade für uns ist das sehr wichtig, weil wir unsere Energien gut einteilen müssen, um unseren Akku nicht so schnell zu entleeren.

Wir denken und fühlen tief

Kommen wir jetzt zum Glücksfaktor des tiefen Denkens und Fühlens.

Als introvertierter Mensch denkst und fühlst Du intensiv und tief.

Manchmal sogar so tief, dass Du am Boden aufkommst und Dir wehtust.

Wie bei einem Sprung in ein Gewässer, dessen Tiefe Du nicht genau kennst, tauchst Du in bestimmten Situationen des Lebens schneller und tiefer, als Du willst.

Bei Glücksgefühlen ist das natürlich wunderbar, dann kann uns der Glückssee gar nicht tief genug sein, damit wir möglichst lange brauchen, um wieder an die Oberfläche der Ausgeglichenheit zu treiben.

Manchmal landen wir jedoch im Schwarzsee, wo wir tiefer sinken, als uns lieb ist.

Wir erkennen die Hand vor unseren Augen nicht mehr, so dunkel ist es und kommen dann auch noch am Grund auf.

Wir sind dankbar, Gefühle wahrnehmen zu können

Das tut weh und gleichzeitig sind wir erleichtert, dass wir den Schmerz spüren.

Spüren bedeutet, dass Du mit Deinen Gefühlen in Kontakt bist.

Wenn sich das Leben an den bekannten Fahrplan hält, wird auf dieses Ab auch wieder ein Auf folgen und wir steigen unweigerlich wieder an die Oberfläche, wo wir uns wieder ausgeglichen fühlen.

Diese Höhen und Tiefen erleben wir aufgrund unserer Ausrichtung nach Innen häufig intensiver als Menschen, die hauptsächlich an der Oberfläche paddeln.

Für mich ist es Ausdruck unserer Lebendigkeit. Ich bin froh – und ich vermute, das trifft auch auf Dich zu – so tief fühlen zu können.

Wir kommen gut ohne Dramen zurecht

Viele Intros sind harmoniebedürftig und vermeiden damit, in Dramen hineingezogen zu werden und auch das können wir als Glücksfaktor werten.

Angehörige der Familie der Introvertierten durchschauen oft, dass es keinen Sinn macht, sich in ein Drama verstricken zu lassen.

Dramen sind eine sehr destruktive Art, Situationen zu bewältigen und enden oft damit, dass Beziehungen oder Dinge beschädigt oder sogar zerstört werden.

Mit unserer oft besonnenen und auf Harmonie ausgerichteten Art lösen wir unsere Konflikte auf konstruktive Weise, zumindest gilt das für die meisten von uns.

Was für ein Glück, dass wir zur Familie der Introvertierten gehören!

Ich wünsche Dir, dass Du es auch als Glück empfinden kannst, introvertiert zu sein.

Alles Liebe

Claudia

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