Wie Du Dir mehr Freiräume erobern kannst

freiräume

Freiraum, oder noch besser, Freiräume.

Das klingt für mich nach Leichtigkeit, Freiheit und Unbeschwertheit.

Wonach hört sich dieses Wort für Dich an?

Welche Bilder ziehen an Deiner inneren Kinoleinwand vorbei?

Hörst Du gar bestimmte Geräusche oder nimmst Du Gerüche wahr, die Dich an Freiräume erinnern?

Oder fühlst Du den freien Raum um Dich herum?

Freiräume als Wahlmöglichkeit

Freiraum ist sowohl ein Raum frei von etwas als auch ein Raum frei für etwas.

Einerseits findest Du in Freiräumen im besten Fall genügend Platz für all die Dinge, die Du schon längst einmal tun wolltest.

Andererseits findest Du hier nichts von dem, was Dich stört oder einschränkt.

In Deinen täglichen 24 Stunden, die Du an Lebenszeit zur Verfügung gestellt bekommst, hast Du Dir hoffentlich auch genügend Freiräume eingerichtet.

Einladung zur Eroberung Deiner Freiräume

Wenn das noch nicht so ist, möchte ich Dich dazu einladen, Dich auf den Weg zur Eroberung Deiner Freiräume zu machen.

Kommen wir noch einmal zurück zu den 24 Stunden Deiner täglichen Lebenszeit.

Sie sind für Dich da und Du füllst sie mit Deinen Lebensinhalten.

Welche das sind, entscheidest Du.

Du hast damit gleichzeitig die Verantwortung für Deine Lebensstunden und lebst mit den Konsequenzen, die sich aus Deinen gewählten Inhalten ergeben.

Freiwillig Lebenszeit schenken

„Moment mal!“, sagst Du jetzt vielleicht.

„So ganz kann ich doch nicht allein entscheiden, wie mein Leben abläuft.
Mein Arbeitgeber, mein Partner, meine Kinder und all die anderen Umstände meines Lebens haben schon noch ein Wörtchen mitzureden.“

Da widerspreche ich Dir nicht.

Das stimmt natürlich, sobald Du freiwillig ein Kontingent Deiner Lebenszeit mit ihnen teilst.

Selbst wenn sich das ein oder andere „Mitspracherecht“ nicht freiwillig anfühlen mag.

Einwilligung für Ansprüche an Deine Lebenszeit

Zu einem bestimmten Zeitpunkt hast Du Deine Einwilligung gegeben, dass manche Menschen in Deinem Leben Ansprüche an Deine Lebenszeit stellen dürfen.

Du hast zum Beispiel Deinen Arbeitsvertrag unterschrieben und damit Deine Lebenszeit gegen Geld getauscht.

Durch die eingegangene Partnerschaft hast Du eingewilligt, einen Teil Deines Lebens mit Deinem Partner zu verbringen.

Indem Du in den Verein eingetreten bist, hast Du einige Deiner Lebensstunden für soziales Engagement gespendet.

So kannst Du jede Verpflichtung, jeden vermeintlichen Zwang hinterfragen.

Und Du merkst, dass das „Ja“ erst von Dir kommen musste.

Es gibt eine Ausnahme: Krankheiten und andere Schicksalsschläge, die sich ein Mensch eher nicht freiwillig aussucht.

Aber kommen wir jetzt zur Übung für mehr Freiräume.

1. Bestandsaufnahme 

Schreibe Dir auf, welche Aufgaben Du in Deinem Leben hast.

Wieviel Zeit wendest Du für welche Aktivität auf?

Du kannst eine grobe Einteilung nach

a) Arbeit (z. B. Job, Hausarbeit, Erledigungen, Verein),

b) Beziehungen (z. B. Partnerschaft, Familie, Freunde, Bekannte) und

c) Freizeit (z. B. Hobbies, Sport)

vornehmen oder einfach eine Aufgabe nach der anderen aufschreiben.

Wenn es Dir so geht wie den meisten Menschen, wird das eine lange Liste.

Bitte vergiss nicht, den ungefähren Zeitaufwand je Aufgabe zu notieren.

2. Auswählen 

Jetzt gehst Du ganz bewusst die Aufgaben durch und wählst diejenigen aus, die Dir sehr wichtig sind.

Dabei könnte Dir diese Frage helfen:

„Möchte ich dieser Aufgabe weiterhin meine Lebenszeit schenken?“

3. Freiräume einrichten 

Aus den auserwählten Aufgaben erstellst Du Dir eine grobe Planung.

Das kannst Du mit Hilfe eines Kalenders tun, oder einfach nur in Deinem Notizbuch aufschreiben, wieviel Zeit pro Tag/Woche/Monat/Jahr Du mit diesen Aufgaben verbringen möchtest.

Bestenfalls hast Du durch die Bestandsaufnahme weniger Aufgaben, für die Du Deine Lebenszeit hergeben willst. 

Damit hast Du Dir Zeit für Deine neuen Freiräume geschaffen.

Hier folgt ein Tipp für einen Freiraum, den Du unbedingt einbauen solltest:

Bitte plane unbedingt eine Ruheinsel pro Tag ein.

Diese Insel kann auch zu Beginn oder am Ende des Tages liegen, wenn Dir tagsüber kein anderer Freiraum zur Verfügung steht.

4. Testen der Abläufe 

Die neuen Abläufe probierst Du dann erst einmal aus.

Das Schöne an Deinen Freiräumen ist ja, dass es sich um Deine Lebenszeit handelt und Du sie Dir frei einteilst.

Damit kannst Du Dich auch jederzeit wieder umentscheiden und Aufgaben sowie Freiräume verschieben, neu erdenken oder verwerfen.

Du testest einfach so lange, bis Du zufrieden bist und eine Entlastung spürst.

5. Mit Widerstand rechnen 

Die Menschen in Deinem Leben sind möglicherweise erst einmal nicht so begeistert von den neuen Abläufen.

Das ist auch verständlich, vor allem, wenn Du jetzt klar benennst, wofür Du Deine Lebenszeit tauschst oder schenkst.

Statt wie früher jederzeit erreichbar und für alle der Ansprechpartner und Problemlöser zu sein, teilst Du Dir Deine Aufgaben bewusster ein.

Und das hat viele positive Konsequenzen.

Fazit 

Sobald Du Dir mehr Raum und Zeit zugestehst, spürst Du Erleichterung.

Du hast wieder Zeit, Dich um die Dinge zu kümmern, die Dir wirklich am Herzen liegen.

Die Dich fröhlich und gelassen stimmen und Dich belastbarer machen.

Davon werden auch Deine Lieben profitieren und ihr ursprünglicher Widerstand wird schmelzen wie das heruntergefallene Erdbeer-Sahne-Eis in der Sommersonne.

Viel Freude beim Erobern Deiner neuen Freiräume wünsche ich Dir!

Alles Liebe

Claudia

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