Wie Du eine schwierige Aufgabe leichter nimmst

Aufgabe

Da sitzt sie, die Aufgabe

Sie wiegt schwer und macht sich mächtig breit auf Deiner To-Do-Liste. Falls Du keine To-Do-Liste führst, weißt Du vermutlich trotzdem genau, wovon ich spreche: Die Aufgabe, die Dir schon seit längerem im Nacken sitzt.

Durch die lange Verweildauer in Deinem Energiefeld ist sie immer schwerer geworden, so als hätte sie zugenommen. Sie hat sich verdichtet und es fühlt sich so an, als nähme sie immer mehr Raum ein.

Wenn Du genau hinschaust, tut sie das auch. Vielleicht ist sie nicht gerade an jedem Tag in Deinen Gedanken zu Besuch, aber es gelingt ihr immer öfter, Deine Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Sie will Deine Aufmerksamkeit

Und zwar auf eine unangenehme Art. Sie drängt sich Dir auf, bis Du nicht mehr anders kannst, als Dich um sie zu kümmern.

Ein Beispiel ist die Steuererklärung. Du hast Dir vielleicht ein System überlegt und sammelst auch fleissig im Verlauf des Jahres all Deine Belege.

Dennoch scheust Du Dich, die Aufgabe endlich anzugehen. Sie wird immer dringender und mahnt Dich durch ihre subtile Anwesenheit dazu, sie zu erledigen.

Sie gewinnt an Gewicht

Mit solchen Aufgaben ist es etwa so, als würdest Du eine Ballonfahrt planen und statt mehr Gas in den Ballon zu geben, damit Du aufsteigen und losfahren kannst, hängst Du immer mehr Sandsäcke an den Korb.

Dir ist vollkommen klar, dass Deine Ballonfahrt und damit das Erledigen Deiner Aufgabe so nicht klappen wird.

Daher möchte ich Dir die folgende Idee vorstellen: Fang an, Dich auf die Erledigung vor zu bereiten, und zwar, indem Du möglichst ohne Abwehrgefühle an die Aufgabe herangehst.

Fang mit kleinen Häppchen an

Am besten klappt das, wenn Du die Aufgabe gleich von Anfang an nicht so lange vor sich hinbrüten lässt, was sie nur dazu verleitet, einen Haufen Süßigkeiten und Snacks zu sich zu nehmen.

Je länger sie auf Deiner To-Do-Liste sitzt, desto mehr nimmt sie an Gewicht zu.

Dieses zusätzliche Gewicht macht es umso schwerer für Dich, sie in Bewegung zu setzen und zur Ballonfahrt zu überreden.

Du erledigst also einige Vorbereitungsaufgaben ganz nebenbei, in kleinen Häppchen.

Mit Pomodoro fast nebenbei zum Ziel

Dann fühlst Du Dich nicht so überwältigt davon, zum Beispiel heute alle Belege für die Steuer finden zu müssen.

Du schaust erst einmal nach den Belegen, die Du schon hast und suchst Dir die fehlenden an einem anderen Tag zusammen.

Dafür kannst Du gut die Pomodoro-Technik anwenden und heute nur 25 Minuten an der Aufgabe arbeiten.

Vielleicht kommst Du ja auch in einen Flow und hängst nach dem ersten Durchgang und 5 Minuten Pause noch eine Runde von 25 Minuten dran.

Sie vergisst den Snack

So hast Du den Anfang schon gemacht und spürst gleich ein Gefühl der Erleichterung.

Die Aufgabe merkt, dass Du sie beachtest und vergisst komplett, dass sie ja noch eine Tüte Chips essen wollte.

In den nächsten Tagen knabberst Du so ein Stück nach dem anderen von der Aufgabe ab, bis Du sie komplett verdaut und erledigt hast.

Die Ballonfahrt wird jetzt leicht

Mit der erledigten Aufgabe an Bord darfst Du Dir jetzt in Gedanken eine Fahrt gönnen und das erleichterte Gefühl spüren, dass Dich kurz abheben lässt.

Beim Blick zurück fällt Dir wahrscheinlich auf, dass es sogar Spaß gemacht hat, die Aufgabe auf diese Weise zu erledigen.

Diese Art der Aufgabenbewältigung funktioniert übrigens auch gut bei Hausaufgaben mit Kindern.

Eins meiner Kinder erstarrt manchmal förmlich in Respekt vor dem Hausaufgabenberg, der sich vor ihm aufzutürmen scheint.

Bei näherem Hinsehen und der Schritt-für-Schritt Herangehensweise wird dem Kind plötzlich bewusst, dass es einen schön geschwungenen Pfad nach oben gibt, der den Bergaufstieg durchaus machbar erscheinen lässt.

Wie wunderbar, es geschafft zu haben!

Dieses herrliche Gefühl, oben angekommen zu sein und die Aufgaben geschafft zu haben, ist wirklich befreiend!

Es macht durchaus Sinn, sich seinen Aufgaben langsam zu nähern. Mit dem Bewusstsein, dass sich auch die umfassendste Aufgabe erledigen lässt, wenn man sie nach und nach abarbeitet.

Noch ein Tipp, was mir zum Beispiel die Steuererklärungsaufgabe leichter werden lässt:

Ich stelle mir schon bei Beginn der Aufgabe vor, wie herrlich erleichtert ich mich hinterher fühle, wenn ich weiß, dass die Unterlagen per Mail an den Steuerberater unterwegs sind.

Auf dieses Gefühl der Erleichterung mache ich auch mein Kind nach den Hausaufgaben aufmerksam.

Damit geht es beim nächsten Mal etwas einfacher und lockerer zu. Aufgaben und Herausforderungen zu meistern ist einfach ein erhebendes Gefühl!

Wie gehst Du mit schwierigen Aufgaben um, hast Du auch ein Geheimrezept?

Schreibe mir gerne einen Kommentar!

Alles Liebe

Claudia

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