Wie Geduld Dich schlauer macht

geduld

Wieso lohnt es sich, Geduld mit Dir selbst zu entwickeln?

Weil Ungeduld so viele negative Auswirkungen hat!

Wenn Du hingegen geduldig mit Dir selbst sein kannst, hat das zur Folge, dass Du nach und nach auch geduldig mit den Menschen in Deinem Umfeld wirst.

Oder umgekehrt, wenn Du es schaffst, Deinen Lieben mit liebevoller Geduld zu begegnen, wird sich das auch auf Deine Geduld Dir selbst gegenüber auswirken.

Geduld hat tatsächlich die Kraft, Dich in einen wertschätzenden und liebevollen Menschen zu verwandeln.

Du lernst, genau zu beobachten und kannst aus dem Verhalten der Menschen jede Menge Wissen ableiten, das Dir hilft, Dich und andere besser zu verstehen.

Ungeduld ruft Stress hervor

Vor allem äußert sich Ungeduld meistens so, dass Dein Gegenüber und Du selbst unter Stress geraten.

Stress bedeutet in diesem Fall, dass sich der Fokus in einen Tunnelblick verwandelt, mit dem Du dann nicht mehr das große Ganze sehen kannst.

Du kannst daher nicht auf alle Informationen zurückgreifen, die Du brauchst.

Stress macht anfällig für Fehler und lässt es nicht zu, dass wir all unsere Ressourcen nutzen.

Dein Blick verengt sich unter Druck so sehr auf die eine Sache, dass Verhaltensweisen, die Dir normalerweise leichtfallen oder der Zugang zu Deinem Wissen wie abgeschnitten ist.

Blackout als Zeichen von Superstress

Ein typisches Beispiel dafür ist der Blackout.

Zu einem Blackout kommt es im Gehirn immer dann, wenn der Druck so groß ist, dass nur noch eine Aufgabe erledigt werden kann.

Und das auch nur, wenn die Aufgabe leicht ist und das Gehirn nicht darauf angewiesen ist, auf möglichst viele Verknüpfungen zurückzugreifen, um die Wissensregionen anzuzapfen, die für eine komplexe Aufgabenbewältigung nötig sind.

Durch diese Art Stress kommt es dann dazu, dass Dein Gegenüber oder Du selbst keine Idee mehr haben und Dein hundertfach geübtes Wissen wie weggefegt ist.

Die Synapsen verweigern die Zusammenarbeit, das Gehirn ist im Ausnahmemodus

Erst einmal muss es sich darum kümmern, Dich den Stress überstehen zu lassen, unter dem Du im Moment stehst.

Das kannst Du wunderbar an Dir selbst beobachten, wenn Du zum Beispiel spät dran bist und Dir noch eine Fahrkarte ziehen musst.

Nehmen wir an, Du hast leider vergessen, Dir das Geld für die Fahrkarte abgezählt zurechtzulegen und musst jetzt hoppladihopp die Münzen für die Karte mühsam aus Deinem Geldbeutel kramen, und zwar pronto!

Die Bahn fährt in 2 Minuten!

Hinter Dir stehen weitere Fahrgäste, die auch noch eine Karte ziehen wollen.

Der Druck steigt

Du hast es fast, es fehlt nur noch ein 10 Cent Stück, da passiert es:

Alle Münzen aus Deiner Geldbörse rollen auf dem Boden der Bahnhofshalle davon.

Du kannst nicht fassen, dass Du gerade dabei bist, die Bahn zu verpassen.

Wenn Du Glück hast, helfen Dir ein paar Leute beim Aufklauben Deiner Münzen.

Wenn Du Pech hast, wirst Du beiseite geschubst, weil der Nächste mit seinem Tunnelblick ebenfalls noch eine Karte ziehen will und seine Chance nun gekommen sieht.

Doof gelaufen!

Aber so oder ähnlich schaltet unser Gehirn auf Notfallversorgung und damit auf dumm, weil es gerade mit dieser einzigen Angelegenheit beschäftigt ist.

Es kann dabei nicht noch darauf achten, ob Du Deine Münzen möglichst elegant hervorzauberst und Dein Haar auch noch richtig sitzt.

Falls Dich diese Geschichte noch nicht davon überzeugt hat, dass Geduld eine gute Sache ist, schau Dir doch hier einmal an, was Dr. Radka Cerny, eine Neurobiologin, zu der Auswirkung von Stress in unserem Gehirn sagt.

Auch bei meinen Kindern kann ich das gut beobachten. Wenn nicht mehr viel Zeit zum Lernen oder Hausaufgaben-Machen ist, fällt die Leistungskurve schneller als das Thermometer, wenn das Fieber vorbei ist.

Geduld ist eine wunderbare Eigenschaft und es macht Freude, sie zu entwickeln

Sie hält uns nebenbei also auch noch schlau, jung und sie gibt uns das Gefühl, das Leben einigermaßen in Griff zu haben.

Mit Geduld macht auch alles viel mehr Spaß. Du gibst Dir Zeit, alles in Ruhe zu erledigen, wann immer es geht.

Klar ist, dass das nicht immer möglich ist, schließlich leben wir im 21. Jahrhundert mit einigen Milliarden Menschen gemeinsam auf diesem Raumschiff namens Erde.

Allerdings wird das Leben mit ein klein wenig Verständnis und dem Willen, Dir selbst und anderen gegenüber geduldig zu sein, viel angenehmer.

Wie geduldig bist Du?

Hast Du schon gemerkt, dass eine größere Portion Geduld Dich weiterbringt, als wenn Du Dich und die Menschen in Deinem Umfeld ständig zu schnellerem Tempo antreibst?

Schreibe mir gerne einen Kommentar!

Für heute wünsche ich Dir alles Liebe

Claudia

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