Wofür kannst Du eine Quarantäne nutzen?

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14 Tage zu Hause

Heute möchte ich mir gemeinsam mit Dir eine Situation vorstellen, die für einige Menschen derzeit Realität ist.

Dabei konzentiere ich mich auf die rein äußerliche, handlungsorientierte Art des Umgangs mit einer Quarantäne, die in meiner Betrachtung zu Hause stattfindet.

Andere Arten von Quarantäne, zum Beispiel in einem Hotel im Ausland oder auf einem Kreuzfahrtschiff auf einem der Weltmeere lassen ganz andere Gedankenspiele zu, sind aber heute kein Thema.

Stell Dir vor, Du bist ein Elternteil eines Kindes, das gerade von einer Klassenfahrt aus einem der Risikogebiete des Coronavirus zurückgekommen ist.

Ihr als Familie seid dazu verpflichtet, Euch 14 Tage zu Hause aufzuhalten, bis klar ist, dass sich Euer Kind und Ihr Euch nicht angesteckt habt.

Ihr habt alle nötigen Vorräte zu Hause und Euch geht es gesundheitlich gut.

Wie würdest Du jetzt diese Situation so nutzen, dass Du sie in eine möglichst positive Erfahrung für Eure Familie verwandeln kannst?

Einige Verpflichtungen fallen weg

Mir würde da als allererstes einfallen, dass jede Menge Verpflichtungen in Form von frühem Aufstehen, Termine außer Haus oder Kinder von A nach B fahren und wieder abholen wegfallen.

Da Du ja das Haus aufgrund der Quarantäne auch nicht in Richtung Deiner Arbeitstelle verlassen darfst, darfst Du im Homeoffice arbeiten.

Das klappt dann, wenn Dein Unternehmen das anbietet, Dein Chef Dir wohlgesinnt ist und Du einen Job hast, den Du via Laptop-Anbindung erledigen kannst.

Du gewinnst wertvolle Lebenszeit

Das allein spart Dir schon einmal die Hin- und Rückfahrt zu und von der Arbeit, was je nach Entfernung Deines Zuhauses einige Stunden pro Tag ausmachen kann.

Als ich noch regelmäßig zu meiner damaligen Arbeitsstelle in 100 Kilometern Entfernung gependelt bin, war ich von Montag bis Freitag mindestens 3 und bis zu 5 Stunden je nach Verkehrslage nur mit Pendeln beschäftigt.

Diese Lebenszeit, die Du fürs Pendeln verwendest, bekommst Du nie wieder zurück und ich bin froh, dass diese Zeit hinter mir liegt.

Kommen wir zurück in unser Quarantäne-Szenario.

Zusätzliche Zeit mit Deinen Lieben

Als nächstes fällt mir die Zusatz-Zeit ein, die Du mit Deiner Familie verbringen kannst, wenn Du Deine Arbeitszeit im Homeoffice geleistet hast.

Wann habt Ihr sonst Zeit, Euch miteinander zu unterhalten, zusammen Spiele zu spielen oder Filme zu schauen, Pläne zu schmieden oder den nächsten Urlaub zu planen?

Solche Aktivitäten finden sonst oft nur am Wochenende statt und selbst dann gibt es manche Verpflichtungen, die diese Zeit einschränken.

Platz für mehr Bewegung

Wolltest Du nicht schon längst einmal mehr Bewegung in Dein Leben bringen?

Durch das viele Sitzen oder Stehen, das wir in unseren Jobs erleben, kommt gesunde Bewegung oft zu kurz.

Dafür müssen wir gar nicht unbedingt bestimmte Geräte in einem Fitness-Studio nutzen oder rausgehen, um im Wald zu joggen.

Auch Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und Rückengymnastik oder Yoga sind sehr gut für die Beweglichkeit und Gesunderhaltung Deines Körpers.

Das Tolle ist, dass Du dafür nicht einmal die Wohnung verlassen musst, was Du in diesem Fall ja auch nicht darfst.

Das ist also eine prima Möglichkeit, solche Übungen einmal auszuprobieren und sie vielleicht sogar als dauerhafte Bewegung in Dein Leben zu integrieren.

Gemeinsam mit der Familie macht das noch mehr Spaß und es tut allen gut, sich sportlich zu betätigen.

Gemeinsame Hobbies entdecken

Wie schaut es mit Zeichnen, Malen, Basteln, Lesen oder eine Sprache lernen aus?

In unserem normalen Alltag haben wir dafür kaum Zeit. Wir sind froh, wenn wir uns abends einfach nur ausruhen können, ohne noch etwas hervorholen und später wieder wegräumen zu müssen.

Nachdem Du jetzt einige Stunden mehr Zeit hast, kannst Du zum Beispiel Deine ersten Gehversuche mit dem Zeichenkurs in Buchform oder als Online-Kurs machen, den Du Dir eventuell schon vor einigen Monaten zugelegt hast.

Auch hier kann es schön sein, wenn die Kinder mitmachen.

Gemeinsam kreativ sein macht Spaß und vertreibt die eventuell doch ab und zu einmal auftauchende Langeweile der Kinder.

Gesundes Essen planen

Essensplanung ist ein weiteres Feld, mit dem Du Dich näher beschäftigen könntest, falls Du dazu sonst wenig Zeit hast.

Anstelle von schnell gezauberten Speisen, die vielleicht nicht gerade super gesund sind, obwohl sie den Kindern gut schmecken (ja, ich denke an Pommes, Pizza und Nudeln), könntest Du gemeinsam mit den Kindern – oder auch allein, falls sie genügend Sachen finden, mit denen sie sich beschäftigen – Gerichte austesten, die aufwendiger in der Zubereitung sind.

Dabei kommst Du vielleicht auch auf die Idee, Dir für die Zukunft vorzunehmen, einige dieser Gerichte in Dein regelmäßiges Repertoire aufzunehmen, weil sie lecker schmecken und nebenbei gesund sind.

Ausreichend lange schlafen

Außerdem ist das die Chance, endlich einmal genug Schlaf zu bekommen.

Wenn es Dir so geht wie der Mehrzahl der Menschen in unserer Zivilisation, leistest Du Dir unter der Woche nahezu täglich ein gewisses Maß an Schlafmangel, was auf Dauer nicht gerade gesund ist.

Im Zuge dessen könntest Du Dich auch gleich mit der Frage beschäftigen, was Du sonst noch tun könntest, um eine gesündere Lebensweise für Dich und Deine Lieben einzuführen.

Immunsystem stärken

Im Netz gibt es unendlich viele Seiten, auf denen Du Informationen dazu findest, wie Du Dein Immunsystem stärken kannst.

Neben gesunder Ernährung und Bewegung nehmen in diesem Zusammenhang ausreichender Schlaf und auch bestimmte Vitamine und Mineralstoffe eine wichtige Rolle ein.

Vielleicht ist dieses Virus ja ein guter Anstoß dafür, Dich um eine gesunde Lebensführung für Deine Zukunft zu kümmern.

Ich hoffe für Dich und Deine Lieben, dass bei Euch keine Quarantäne nötig sein wird und dass Ihr gesund bleibt.

Möglicherweise ziehst Du Dir ja auch so einige Anregungen aus diesem Artikel heraus und überlegst Dir, wie Du auf Dauer das Immunsystem von Dir und Deinen Lieben stärken kannst. 

Alles Liebe

Claudia

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